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Theresia Bauer (MdL) enttäuscht über Frankenberg: „Er zeigt dem Heidelberger Gebärzimmer die kalte Schulter“

Keine Hilfe ist vom Wissenschaftsminister zu erwarten, wenn es darum geht, das Heidelberger Gebärzimmer auch in Zukunft zu erhalten, wenn die Unifrauenklinik ins Neuenheimer Feld umzieht. So das Resümee von Theresia Bauer aus einem Antwortschreiben des Ministers an die Heidelberger Landtagsabgeordnete der Grünen. Sie hatte sich mit der Bitte um Unterstützung an den baden-württembergischen Wissenschaftsminister gewandt. Gesucht werde eine Lösung für das Gebärzimmer im Neuenheimer Feld, denn das Erfolgsrezept dieser bundesweit einzigartigen Einrichtung sei gerade die Verbindung aus der intimen Atmosphäre einer Hausgeburt mit der räumlichen Nähe zu erstklassiger medizinischer Versorgung.

Völlig inakzeptabel ist für Theresia Bauer, dass der Umzug der Frauenklinik nun das Aus für das Heidelberger Gebärzimmer bedeuten solle. Obwohl die Einrichtung allseits große Anerkennung und Akzeptanz erfahre – das hat sich gerade erst vor einem Jahr bei der Feier des 25jährigen Jubiläums gezeigt. „Das Gebärzimmer gehört zu Heidelberg! Wir wollen es nicht verlieren, nur weil nicht rechtzeitig eine passende Lösung gesucht wird“, so die Abgeordnete.

Gerade weil die beiden Hebammen des Gebärzimmers derzeit die einzigen sind, die außerklinisch geburtshilflich praktizieren, ist es so wichtig, die Einrichtung zu erhalten. Deshalb ist es geradezu absurd, wenn der Wissenschaftsminister wie die Leitung des Universitätsklinikums vermeintliche „Wettbewerbsverzerrung“ als Vorwand bemühen, um nicht tätig zu werden. „Diese Ausrede ist allzu billig“, so Theresia Bauer enttäuscht. Sie hätte erwartet, dass der Minister sich daran erinnert, dass sein Haus sich früher schon mal für den Erhalt des Heidelberger Gebärzimmers eingesetzt hatte. Damals war man sich anscheinend noch bewusst, dass es sich hier um eine ganz besonders wertvolle und einzigartige Konzeption handelt.

„Nicht aufgeben“, lautet die Devise von Theresia Bauer. „Ich bin mir sicher, dass die Heidelberger sehr zu schätzen wissen, was sie am Gebärzimmer haben. Wir werden in den kommenden Wochen gemeinsam Überzeugungsarbeit leisten müssen.“

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