Heidelberger FDP-Mitglieder nominieren Dr. Annette Trabold für



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Die neu gekürte FDP-Landtags-kandidatin für den Wahlkreis Heidelberg: Dr. Annette Trabold

Die FDP schickt Dr. Annette Trabold als Kandidatin für den Wahlkreis Heidelberg in den Wahlkampf zur Landtagswahl 2011. Die promovierte Sprachwissenschaftlerin und Vorsitzende der FDP-Fraktion im Heidelberger Gemeinderat konnte auf der am Montagabend stattfindenden Wahlkreiskonferenz der Liberalen 24 von 28 abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Als Ersatzbewerber nominierten die im Restaurant „Helmstätter Herrenhaus“ in Handschuhsheim versammelten FDP-Mitglieder den Heidelberger Rechtsanwalt Tobias Weisbrod, der mit 26 von 27 Stimmen ebenfalls ein klares Votum erhielt.

Trabold erklärte, sie wolle „für die liberalen Impulse für das Land aus Heidelberg kämpfen.“ Dabei machte die Liberale klar, dass sie die Programmatik ihrer Partei im Falle ihrer Wahl auf Landesebene selbstbewusst vertreten wolle: „Die FDP – so wie ich sie verstehe – tritt also für den Bürger ein, der frei entscheiden kann und nicht entmündigt oder fremdbestimmt wird von Leuten, die meinen, sie wüssten besser, was gut oder schlecht für ihn ist“, so Trabold über die Leitlinien ihres politischen Handelns. „Das ist etwas völlig anderes als das Leitbild eines Egoisten mit Ellenbogen“, erklärte sie in Ihrer Nominierungsrede. „Verantwortungsvolle Gesellschaftspolitik muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen, dem Harz-IV-Empfänger genauso dienen wie der Unternehmerin, die Migrantin genauso achten wie den Wissenschaftler. Jeder Form von Klientelismus verwahre ich mich ganz entschieden.“ Zudem warnte sie die FDP davor, sich allein auf wirtschaftliche und steuerliche Themen zu konzentrieren. „Wir brauchen ein breiteres Themenfeld. Eine Verengung auf die Steuerpolitik wäre ein Fehler – gerade zum jetzigen Zeitpunkt.“

Inhaltlich sehen Annette Trabold und Tobias Weisbrod die Heidelberger Liberalen bestens für den kommenden Wahlkampf gerüstet. So ist beispielsweise die Bildungs- und Wissenschaftspolitik ein wichtiges und in Zusammenarbeit mit den Heidelberger Jungliberalen bearbeitetes Schwerpunktthema, mit dem man im Wahlkampf um die Unterstützung der Wählerinnen und Wähler kämpfen will: „Der Bereich der Wissenschaftspolitik ist durch meine berufliche Tätigkeit fachlich fundiert“, so die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit am „Institut für Deutsche Sprache“ in Mannheim. „Eng verzahnt mit Bildungs- und Kulturpolitik ist dies mein Thema Nummer eins.“ Auch die kommunale und staatliche Ausgabenpolitik ist Trabold ein wichtiges Anliegen: „Ich lasse mich nicht von Stimmungen leiten, sondern versuche immer, möglichst sachbezogen zu argumentieren. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den städtischen Finanzen, also den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger.“ Zudem versprach Trabold, in Stuttgart auch für die Kurpfalz besonders eintreten zu wollen: „Trotz aller Leidenschaft für Heidelberg bin ich, auch als Mitglied im Regionalverband der Metropolregion, eine Metropolitaniern, die die Themen Stadt als soziales Gefüge allgemein und besonders auch die spezifischen Probleme von Universitätsstädten stark im Landtag einbringen will.“

Sowohl die 49 jährige Kandidatin, die die FDP bereits seit 21 Jahren im Heidelberger Gemeinderat vertritt, als auch ihr Ersatzbewerber sehen ausgezeichnete Chancen, ein Landtagsmandat im Wahlkreis 34 Heidelberg zu erringen. Unter anderem ist dies der Tatsache geschuldet, dass sich das Wahlsystem für die Landtagswahl geändert hat: Nicht mehr der absolute, sondern der relative Stimmenanteil – also die Prozentzahl – entscheidet über einen Einzug ins Landesparlament. Bei den Landtagswahlen 2006 hatte die gebürtige Heidelbergerin Trabold zwar die für ein Mandat erforderlichen absoluten Stimmen knapp verpasst, aber mit 11,7 Prozent der Stimmen im Wahlkreis das beste prozentuale FDP-Ergebnis im Bezirk Kurpfalz erzielt.

Die Liberale betonte allerdings, dass es nicht immer leicht sein werde, die gesteckten Ziele zu erreichen: „Der Wahlkampf wird wegen der finanziellen Lage in Deutschland und Europa sowie des momentan verkorksten Erscheinungsbildes der schwarz-gelben Koalition im Bund sicherlich kein Zuckerschlecken.“ Dennoch zeigte sich Trabold entschlossen: „Ich fechte die Dinge, von denen ich überzeugt bin, bis zum Ende durch“, so die seit 40 Jahren im Fechtsport aktive Kandidatin. Dabei baut Trabold nicht nur auf die tatkräftige Unterstützung der FDP-Mitglieder. Auch die Heidelberger Jungen Liberalen wollen sich wie in den vergangenen Wahlkämpfen wieder stark in den Landtagswahlkampf einbringen.

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