Einweihungsfest im Mehrgenerationenhaus Prisma – wir feiern!

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via Prisma GbRmqH

* wir feiern*

Vor einem halben Jahr sind die Bewohner eingezogen und nun lädt das Mehrgenerationenhaus Prisma in Heidelberg-Handschuhsheim all diejenigen, die das Projekt über die vielen Jahren seiner Entstehung unterstützt haben und die neuen Nachbarn zum Einweihungsfest ein.

In HD-Handschuhsheim wurde Ende des letzten Jahres das Mehrgenerationenhaus fertig gestellt. Eine Baugruppe hat zusammen mit der Stuttgarter Wohngenossenschaft pro…gemeinsam bauen und leben e.G. ein Haus mit ca. 2000 qm Wohnfläche, 25 Wohnungen, vier Gemeinschaftsräumen mit  Bad und behindertengerechtem WC, einer Tiefgarage, großem Fahrradkeller und einem schönen Garten mit Spielgeräten realisiert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach hat eine Leistung von 24,8 kW.

Sieben der 25 Wohnungen sind Sozialmietwohnraum, fünf „normale“ Mietwohnungen, die restlichen dreizehn Wohnungen werden von den Eigentümern selbst bewohnt. 56 Menschen, davon zehn über 60 und achtzehn unter 15 Jahren wohnen hier.

Beinahe wäre es gescheitert. „Die Heidelberger Grundstückspreise machen es nicht einfach, Sozialwohnraum zu realisieren. Aber hier zeigte sich die Solidarität, die ein solches Projekt dann ausmacht: Um die genossenschaftlichen Wohnungen zu ermöglichen, wurde der Grundstückspreis über das für die Genossenschaft mögliche hinaus durch die anderen Eigentümer „querfinanziert“. Und der Auftrag an unsere Genossenschaft das Projekt zu entwickeln und die damit verbundenen Einnahmen haben es dann letztendlich möglich gemacht“, so Dimo Haith von der Stuttgarter Wohngenossenschaft pro…gemeinsam bauen und leben eG.

Die Bewohner und Eigentümer im Prismahaus sind auch Genossenschaftsmitglieder bei der pro…Wohngenossenschaft. Eine Bewohnerin, Ingrid Wolschin, engagiert sich im Aufsichtsrat der Wohngenossenschaft. „Hinter der pro…gemeinsam leben und bauen Wohngenossenschaft steckt eine tolle Idee. Mit viel Idealismus wird das ermöglicht, was so oft gefordert wird: Wohnen in solidaren Formen, wo gegenseitige Unterstützung möglich wird, wo Menschen über Sozialgrenzen hinweg Gemeinsames gestalten können. Da engagiere ich mich gerne.“ so Ingrid Wolschin zur Genossenschaftsidee.

Und „Ohne die Stadt und die Unterstützung von dort, die wir immer wieder – ideell , aber auch materiell – bekommen haben, wären wir auf unserem langen Weg sicher gestolpert“, so Ulli Lessmann und Renate Henkel, die mit am längsten im Projekt mitwirken und nun auch eingezogen sind. „Deshalb an dieser Stelle ein deutliches Danke an die Stadt, deren politischen Vertreter, aber auch der Verwaltung, die uns immer wieder beratend zur Seite standen!“ so Bernhard Pirch-Rieseberg, der mit seiner Familie im Mehrgenerationenhaus wohnt und Vorsitzender des Vereins Oase e.V. ist. „Prisma“ ist das erste Projekt des im Jahre 2002 gegründeten Vereins.

„Oase“ engagiert sich für Wohnprojekte für gemeinschaftliches Leben in Heidelberg und Umgebung. Für „Horizonte“, das zweite Projekt von Oase e.V., das im Mietwohnungsbau verwirklicht werden soll, haben sich schon ca. 20 Menschen zusammengefunden.

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