Dieser Artikel wurde vor 4 Monaten 2 Tagen veröffentlicht. Die Informationen in diesem Artikel sind möglicherweise veraltet. Bitte benutze die Suche oder das Archiv, um nach neueren Informationen zu diesem Thema zu suchen.Pressemitteilung Stadt Heidelberg
Heidelberg trauert um eine beeindruckende Persönlichkeit. Vergangene Woche starb Prof. Dr. Marga Rothe, die sich Zeit ihres Lebens für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis eingesetzt hat.
Dafür wurde sie am 8. Juli 2011 mit der Bürgermedaille geehrt. Die Stadt Heidelberg verleiht diese hohe Auszeichnung seit 1969 für außerordentliche Verdienste um die Stadt.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner würdigte die Leistungen der Verstorbenen: „Heidelberg verliert mit Prof. Dr. Marga Rothe eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sie hat ihr Leben und Handeln auf die nachhaltige Unterstützung sozial Benachteiligter ausgerichtet. Ihr Ziel war es, den Kindern zu helfen, indem sie die Eltern dabei unterstützt, gute Mütter und Väter zu sein. Sie bleibt uns über ihren Tod hinaus in ihrem Wirken als Vorbild erhalten.“ Den Angehörigen sprach er in einem Schreiben seine Anteilnahme aus.
Prof. Dr. Marga Rothe ist Begründerin des „Heidelberger Modells“ der Sozialpädagogischen Familien- und Erziehungshilfe (SPFH). Im Dezember 1983 hat sie gemeinsam mit Studierenden und Dozenten der SRH die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher“ (AGFJ) als gemeinnützigen Verein ins Leben gerufen. Dieser wurde später in die AGFJ-Familienhilfe-Stiftung umgewandelt. Heute hat die Stiftung mehr als 100 hauptamtliche Mitarbeiter, die in ihrem Sinne ambulante familienorientierte Hilfe leisten.
Der von ihr entwickelte Handlungsansatz der Sozialpädagogischen Familienhilfe wurde 1991 fest im bundesweit gültigen Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verankert. An der Entwicklung dieses Gesetzes war sie intensiv beteiligt. Für ihre besonderen Verdienste erhielt Prof. Dr. Marga Rothe bereits im Jahr 1995 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2008 aufgrund ihres außerordentlichen ehrenamtlichen Einsatzes und ihrer Lebensleistung das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.









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