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Dieser Artikel wurde vor 3 Monaten 18 Tagen veröffentlicht. Die Informationen in diesem Artikel sind möglicherweise veraltet. Bitte benutze die Suche oder das Archiv, um nach neueren Informationen zu diesem Thema zu suchen.Von Jürgen Brückmann
Nirgendwo in Deutschland wird schöner gelogen als in Heidelberg. Das wollen Roger Back und Bernhard Bentgens in diesem Jahr zum zwölften Mal beweisen, wenn die beiden Organisatoren am Freitag, 3. Februar 2012, den Startschuss zu ihrer neuen Ausgabe des Chanson-Festivals „schöner lügen“ abfeuern. Bis zum 30. März werden dann 43 Künstler an 13 Abenden mit 23 Programmen auftreten und vom herzzerreißendsten Liebeslied über die philosophischste Lyrik bis hin zur krawalligsten Radauparabel die gesamte Bandbreite des neuen deutschen Chansons vorstellen.
Veranstaltungsort ist (bis auf eine Ausnahme) das in Künstlerkreisen heiß geliebte Kulturfenster in der Kirchstraße. Viele bekannte Künstler schätzen hier die Nähe zum musikbegeisterten Publikum, wie z.B. auch Anna Depenbusch, Gewinnerin des Deutschen Chanson Preises 2012, die nur mit Stimme und Klavier bewaffnet über die „Mathematik der Anna Depenbusch“ dozieren wird. Leider ist dieses Konzert-Highlight des zweitältesten und größten Festivals für neue deutsche Chansons in Deutschland am 30.03. bereits jetzt schon ausverkauft.
Roger Back freut sich im Gespräch mit die-stadtredaktion.de… über die positive Entwicklung von „schöner lügen“, die Akzeptanz in der Metropolregion und sogar darüber hinaus: „In den letzten drei Jahren hatten wir 100% Platzauslastung, und auch in diesem Jahr erleben wir eine tolle Resonanz auf unser Programmangebot.“
Ob sich Back noch daran erinnert, wer vor 12 Jahren mit dabei war? „Klar“, sagt Back, „Edgar Reitz und Salome Kammer fallen mir spontan ein und dazu auch Malediva, die, wie viele Künstler, die bei uns waren, später preisgekrönt große Hallen füllten.“ Und was waren für ihn persönlich die Höhepunkte in den vergangenen 12 Jahren? „Das Konzert von Herman van Veen in der ausverkauften Stadthalle gehört sicher dazu, und auch das Unplugged-Konzert von Chumbawamba 2010. Aber es gab auch viele kleinere, bewegende Momente wie der Auftritt von Uta Köbernick oder Dorothea „Dota“ Kehr, der ´Kleingeldprinzessin`, an die ich mich beispielsweise sehr gerne erinnere.“
Das Festival beginnt in diesem Jahr am 3. Februar mit Samba, Punk, Walzer und Ska - Strom & Wasser mit Heinz Ratz lassen es zum Auftakt ordentlich krachen. Zwei Tage später (5.02.) findet der 2. Heidelberger Chanson-Salon statt: Vier KünstlerInnen treten hier in vier verschiedenen Kategorien an: Erna Schmidt, Marco Tschirpke, Sarah Lech und Fabian Schläper. Moderation: Bernhard Bentgens.
Zwei der Delikatessen im Programm sind sicher Tim Fischer mit seinem Programm „Satiriker sind keine Lyriker“ (25.3. im Opernzelt Heidelberg!) und – wie bereits erwähnt: Anna Depenbusch, (30.3.).
Phantasievoll anarchisch wird es mit Nessi 1000 schön, (11.2.); Fabian Schläper erzählt derweil mutig vom Wahnsinn des Alltags (23.3.).
Beste neue deutsche Chanson finden an drei Abenden im Doppelpack Gehör: Schwarz un Schmitz & Konstantin Schmidt teilen sich die Auftritte am 10.2., Stefanie Kerker & Fabian Lau am 17.2. und Roger Stein & Boris Steinberg am 9.3.
Neuentdeckungen sind beim Urknall an einem chansongeladenen Wochenende zu finden, denn am 16. und 17. März stehen gleich sechs Interpreten auf der Bühne: Anna Piechotta, Martin Zingsheim & Hand in Hand, (16. 3.) und die Edlen Schnittchen, Andy Sauerwein & Helikon (17. 3.)
Gemeinsam lieben und leiden – das funktioniert bestens mit Susanne Brantl und Band und dem Programm„schöner jammern“ bei „schöner lügen“ (3.3.)
Zum späten Apéritif im April werden dann noch Leckerbissen gereicht: Pigor und Eichhorn huldigen dem französischen Chanson (28.4.).
Der detaillierte Veranstaltungsplan ist auf der Website www.schoenerluegen.de… zu finden.
Karten gibt es u.a. online unter www.kulturfenster.de…










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