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Ein Klassiker der Design-Geschichte hält Einzug in den historischen Saal des Heidelberger Theaters. Am 13. Februar entschied sich der Gestaltungsbeirat zur Theatersanierung unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner einstimmig für ein Stuhlmodell des dänischen Herstellers Fritz Hansen. Das Gremium folgte damit einstimmig der Empfehlung der beauftragten Architekten Felix und Sibylle Waechter.
Design-Klassiker in elegantem Schwarz
„Der ausgewählte Stuhl setzt sich in einer modernen Form bewusst vom historischen Bestand ab. Trotzdem fügt sich der Stuhl in seiner Leichtigkeit und seiner geschwungen Form sehr gut in die historische Anmutung des Saals ein“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner begeistert über die Entscheidung des Gestaltungsbeirates. Entworfen wurde der Stuhl bereits 1955 vom berühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen. Die Sitzschale des Stuhls wird aus mehrlagigen formgepressten Furnieren gefertigt, die ermöglichen dass die Rückenlehne elastisch ist. Im Heidelberger Theater wird der Stuhl mit Sitz- und Rückenpolster eingesetzt. Auch in der Farbigkeit soll der Stuhl sich nicht an die restaurierte Farbigkeit und Ornamentik des Saals anpassen, sondern als eigenständiges neues Element wahrnehmbar sein. Der Gestaltungsbeirat beschloss, den Stuhl in elegantem, zeitlosem schwarzen Stoff zu beziehen.
Alter Saal mit vielfältigen Möglichkeiten
Dass der Alte Saal künftig verschiedenartig genutzt werden soll, wurde mit der Grundsatzentscheidung zur Sanierung des Theaters und dem Neubau eines neuen Zuschauersaals entschieden. Durch eine zusätzliche Spende des Unternehmers Wolfgang Marguerre war der Einbau von Hubpodien im Boden des Saals möglich. Auf diese Weise kann für Theatervorstellungen das Gestühl ansteigend aufgebaut werden. Der Saal kann mit bis zu 315 Stühlen bestuhlt werden. Architekt Waechter: „Die Vielfältigkeit der zukünftigen Nutzung führt dazu, dass die bisher vorhandenen, fest montierten Theaterstühle mit klappbarer Sitzfläche nicht mehr weiterverwendet werden können. Benötigt werden vielmehr reihen- und vor allem stapelfähige Stühle, die es den Theatermitarbeitern erlauben, die Bestuhlung für die verschiedenen Nutzungen mit geringen Umbauzeiten vorzubereiten. Historische Stühle erfüllen diese technischen und funktionellen Anforderungen nicht. Der Gestaltungsbeirat hat sich daher für einen modernen Stuhl entschieden, der diese Anforderungen erfüllt.“
Begeistert von der Auswahl des neuen Stuhles für den Alten Saal zeigte sich auch Intendant Holger Schultze: „Ich freue mich, dass durch die variable Bestuhlung künftig unterschiedlichste Theaterformen im Alten Saal möglich sind. Damit eröffnen sich hervorragende Perspektiven für das Theater.“
Sessel im Neuen Saal: Akustisch hervorragend
Die Projektverantwortlichen berichteten bei der Sitzung außerdem über die raumakustischen Messungen an den Sesseln im neuen Theatersaal, die der Gestaltungsbeirat bereits im Oktober vergangenen Jahres ausgewählt hatte. An zwölf Theatersesseln wurden Messungen vorgenommen, welche die Herstellerangaben bestätigt haben. Lediglich geringfügige Detailanpassungen sind erforderlich, damit der Theatersessel auch akustisch hervorragend für das Heidelberger Theater „gestimmt“ ist.
Innenausbau geht mit Hochdruck weiter
Die Mitglieder des Gestaltungsbeirats zeigten sich in ihrer Sitzung erfreut über die Fortschritte im Innenausbau im Bereich des Neubaus sowie der Sanierungsbereiche. Trotz der sehr kalten Witterung arbeiten derzeit rund 140 Bauarbeiter täglich mit Hochdruck auf der Baustelle.
Hintergrund:
Im Gestaltungsbeirat zur Theatersanierung sind neben Vertretern der Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg, des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz auch der Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, Holger Schultze, Wolf Meng vom Bürgerkomitee zur Rettung des Heidelberger Theaters sowie Großspender und die Architekten vertreten.
Seit August 2009 werden die Gebäude der Städtischen Bühne saniert und um einen Neubau mit zweitem Saal erweitert. Finanziell getragen wird Projekt von der Stadt Heidelberg, die dabei maßgeblich vom Bürgerkomitee zur Rettung des Heidelberger Theaters unterstützt wird. Grundlage für die Sanierung ist der optimierte Entwurf des Darmstädter Architekturbüros Waechter + Waechter Architekten BDA. Im Spätjahr 2012 soll das Theater wiedereröffnet werden. Mehr zur Theatersanierung unter www.heidelberg.de…










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R. Schmidt
15. Februar 2012
Ist eigentlich bekannt, ob das Gremium eine zweimal neunzig Minuten dauernde Sitzprobe auf dem präferierten Stuhl genossen hat?!
Gruß, R. Schmidt