Alles im Lot – Ausstellung im Forum f端r Kunst

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Am Freitag, dem 17. Februar 2012, 20 Uhr wird im Heidelberger Forum f端r Kunst die Ausstellung Alles im Lot er旦ffnet. Zur Einf端hrung spricht Dr. Christmut Pr辰ger.

Eine F端lle von Assoziationen werden geweckt, wenn man 端ber den Begriff Linie nachdenkt- die Linie als klare Abgrenzung zwischen geometrischen Formen, Licht und Schattenr辰umen, als gespannter Faden im Raum, an dessen beider Enden Kr辰fte wirken, als Ausschnitt aus einem unendlichen System, als komprimierte Form von Raum, gezeichnet, gemalt, als geheimnisvolles farbiges Zeichen im Raum schwebend, in ihrem mannigfaltigen Rollenspiel in der Geometrie, als Warnung vor Grenz端berschreitung all das und noch mehr zeichnet die Linie als eines der Grundelemente des Gestalterischen aus. F端nf unterschiedliche k端nstlerische Ans辰tze n辰hern sich diesem Thema mit eigenem Interessenfokus.

Siegfried Reiing sieht die Architektur durch das fotografische Auge als einen lebendigen Organismus, der im Wandel des Lichtes verborgene Dimensionen, Nischen und R辰ume enth端llt. Die Linie wird zur immateriellen, zugleich scharfen Trennung zwischen den Farb-, Licht -und Schattenfl辰chen. Alles in einen pers旦nlichen Moment gebannt. Die mit Absicht ausgew辰hlten Detailaufnahmen bekommen ein neues Eigenleben.

Sigrid Kiessling Rossmanns Fotografien er旦ffnen dem Betrachter eine irreale poetische Sch旦nheit kaleidoskopischer Lichtbahnen. Der Fokus liegt auf dem Spannungsverh辰ltnis geradliniger Architektur und deren Verwandlung durch Lichtreflektionen und den hieraus entstehenden facettenreichen, irritierenden Verdichtungen und Farbspielen unz辰hliger fragiler Linienkonglomerate. Linienfluchten, die unserem Auge wie ein fremder Kosmos erscheinen, verwandeln Wolkenkratzer in glitzernde Webteppiche und strukturieren das einfallende Licht in ein Mysterium fallender, 端berschneidender und bewegter Linien.

Marisa Volas Linien-Objekte und Zeichnungen entstehen in einem subtilen, bewusst ordnenden Kraftakt. In ihren Zeichnungen schichtet sie Linien, Striche, Fl辰chen 端bereinander, die sich von weitem betrachtet zu einer vibrierenden Fl辰che verdichten. Bei den zusammengesetzten Holzobjekten aus St辰bchen und Fl辰chen wirkt die kr辰ftigere Farbigkeit daneben pr辰sent und greifbar.

Monika Klein interessiert vor allem der formale Aspekt , die Spannungsverh辰ltnisse , die sich durch ihre komplexe Drucktechnik zwischen Formen und Farbfl辰chen ergeben, in ihren titellosen Radierungen befreit sie, gleichsam einer Umkehr der Lasurtechnik, Farbfl辰chen, berschneidungen und dadurch entstandene Linien fast vom deckenden Dunkel, Farbe und Formen leuchten uns entgegen wie ein fernes Licht.

Vera Bonsen interessieren in ihren aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten Objekten die Kr辰fte, die die Linie entstehen lassen, sie in eine Richtung zwingen. Sie sp端rt den Impulsen und Bewegungen nach, die von der Linie ausgehen, sie wie in einer Karambolage aus der Reihe tanzen, zusammenstauchen, auft端rmen und wieder in Einzelteile zerfallen lassen.

Welche Kr辰fte, welche Ordnungsprinzipien wirken in der Vielfalt der Manifestationen, welche arch辰ologischen Kr辰fte der Imagination setzen die Linie frei, in welcher Gestalt erscheint sie uns oder verbirgt sie sich, welche Materie l旦st sie aus sich heraus, wie arbeitet der K端nstler dagegen an, um ihre Stringenz und Klarheit zu bewahren. Diese Fragen stellen die K端nstler sich und dem Betrachter.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 18. 3. 2011. Ge旦ffnet ist die Galerie von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

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