Straßenbahn Friedrich-Ebert-Anlage – Bürgerbeteiligung ist angesagt



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Das erste Projekt mit Bürgerbeteiligung wird auf den Weg gebracht.

via Fraktionsgemeinschaft GRÜNE / generation.hd im Heidelberger Gemeinderat

„Bürgerbeteiligung muss gut vorbereitet werden.“

Mit den Planungen einer Straßenbahn in die Altstadt durch die Friedrich-Ebert-Anlage geht in Heidelberg das erste Bauprojekt an den Start, bei dem von Anfang an eine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist. Für Grüne/gen.hd ist das ein Grund zur Freude:

„Wir haben nun das erste Mal in Heidelberg ein Projekt, bei dem von Anfang an eine Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen ist. Die Straßenbahn Friedrich-Ebert-Anlage ist ein höchst schwieriges Projekt, da hier sehr unterschiedliche Interessen gegeneinander stehen. Es ist sehr wichtig, dass hier von Anfang an eine auf Schlichtung und Konsensbildung ausgerichtete Beteiligung Akzeptanz für dieses Projekt schafft.“, sagt die Fraktionsvorsitzende Claudia Hollinger (Grüne).

„Die Trassenführung, wie sie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen wird, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Wir gehen davon aus, dass eine Trassenführung möglich ist, die den Baumbestand schützt.“ sagt Claudia Hollinger.

„Wichtig für eine gelungene Bürgerbeteiligung ist, dass die Fakten auf dem Tisch liegen. Gute Vorbereitung ist wichtig, bevor ein Projekt in die Bürgerbeteiligung geht. Den Bürgerinnen und Bürgern müssen die richtigen Informationen zur Verfügung stehen.“, so Claudia Hollinger weiter.

„Über die genaue Ausgestaltung der Trasse gibt es noch sehr viel zu diskutieren. Die Pläne der Stadtverwaltung sind offensichtlich unzureichend. Ich akzeptiere es nicht, in der nördlichen Ebert-Anlage einen Gegenverkehr für Autos einzuführen, noch eine größere Anzahl an Bäumen zu fällen.“, führt Verkehrsexperte Christoph Rothfuß (Grüne) aus.

„Die Verwaltung muss hier nach kreativeren Lösungen suchen. Grüne/gen.hd haben deshalb gemeinsam mit SPD und Bunte Linke einen detaillierten Antrag im Verkehrsausschuss gestellt, in dem wir Alternativen aufzeigen, die nun weiter bearbeitet werden müssen.“, so Rothfuß weiter.

Der Antrag von Grüne/gen.hd, SPD und BL fordert die Erhaltung des historisch gewachsenen Stadtbildes und eines Großteils des Baumbestandes. Er schlägt vor, die bisherigen Haltestellen beizubehalten und zu prüfen, ob Teile der Strecke oberleitungsfrei und im Mischverkehr geführt werden können.

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