Nazis blockieren – Geschichtsrevisionismus und Kriminalisierung von Antifaschismus entgegentreten

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Die Heidelberger SPD ruft zur Teilnahme an Protesten gegen Naziaufmarsch in Dresden auf.

via SPD Heidelberg

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren unterstützt die SPD Heidelberg auch 2012 die Proteste gegen die geplanten Naziaufmärsche in Dresden anlässlich des Jahrestages der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. „Mit Massenblockaden durch zivilen Ungehorsam wollen wir uns den Nazis in den Weg stellen und den ehemals größten Naziaufmarsch Europas zur Geschichte machen“, schildert der SPD- Kreisvorsitzende Moritz Gentsch das Vorhaben. „Deshalb unterstützen wir das lokale „Block Dresden 2012“ -Bündnis und rufen zur Teilnahme an den Protesten und Blockaden in Dresden am Samstag, den 18. Februar auf, wie es auch unsere Partei an Ihrem Bundesparteitag im Dezember 2012 getan hat“.

Dabei unterstützt die SPD ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Antifaschistischen Initiativen, kirchlichen Gruppen und engagierten Einzelpersonen.

Gemeinsam will das Bündnis „Dresden Nazifrei“ ein deutliches Zeichen gegen diejenigen setzen, die die Bombardierung Dresdens immer wieder zum Anlass nehmen, die deutsche Kriegsschuld zu leugnen und den NS-Propaganda-Mythos von Dresden als „unschuldiger Stadt“ zu stilisieren.

Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt aus Sicht der SPD Heidelberg einmal mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist. „Gerade vor diesem Hintergrund halten wir es für wichtig, der rechten Szene einen ihrer maßgeblichen Identifikationspunkte zu nehmen. Die Bedeutung von derlei Großaufmärschen für die Mobilisierung und Vernetzung der rechten Szene ist kaum zu unterschätzen“, ergänzt Marlen Pankonin, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende.

„Für uns ist aber klar, dass die deutsche Kriegsschuld keinerlei positive Anknüpfungspunkte ermöglicht und wir treten daher mit den Protesten gegen Geschichtsrevisionismus und falsche Opfermythen ein.“, so Pankonin weiter.

Die SPD Heidelberg ruft alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, eine Stütze für Dresden zu sein, damit das alte Denken nie mehr Platz in unserer Demokratie findet.

Das Heidelberger Bus-Bündnis mobilisiert für Samstag, den 18. Februar 2012. Die Platzkarten kosten maximal 30 Euro (Preis sinkt je nach Spendenaufkommen) und können gegen eine feste Zusage unter der folgenden E-Mail-Adresse bestellt werden: blockdresden2012heidelberg@riseup.net… Von dort gibt es dann auch alle weiteren Informationen.

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