Stummfilm und freier Eintritt zur „Titanic-Orgel“ am Internationalen Museumstag

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Theater-Matinee der Badischen Landesbühne wird wiederholt / Sonderausstellung noch bis 30. September geöffnet

Bruchsal (pa). An den beiden Wochenenden 13. und 20. Mai steht Bruchsal noch einmal ganz unter dem Zeichen der Erinnerung an den 100. Jahrestag der Titanic-Katastrophe. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mythos Titanic“ wird im Schloss der Stummfilm „In Nacht und Eis“ zu sehen sein, zum Internationalen Museumstag ist der Eintritt zur Sonderausstellung „Die ‚Titanic-Orgel’: Eine Legende im Rampenlicht“ frei, und die Badische Landesbühne wiederholt ihre Matinee „100 Jahre Titanic – Untergang der Zivilisation“.

13. Mai: Stummfilm „In Nacht und Eis“

Am Sonntag, 13. Mai, ist um 12 Uhr der 30-minütige Stummfilm „In Nacht und Eis“ in der Historischen Wirtschaft des Deutschen Musikautomaten-Museums im Bruchsaler Barockschloss (3. Obergeschoss) zu sehen. Für die Veranstaltung ist lediglich das reguläre Schlossticket zu lösen, eine Platzreservierung wird aus Kapazitätsgründen erbeten (Tel. 07251 742652, E-Mail: ingrid.lamprecht@landesmuseum.de…). Nach einer historischen Einführung durch Ausstellungskuratorin Brigitte Heck umrahmt der Stummfilm-Pianist Frieder Egri ein besonderes Stück Filmgeschichte – den wenige Monate nach der Katastrophe entstandenen deutschen Stummfilm „In Nacht und Eis“, zugleich der erste Versuch, das Titanic-Drama in bewegte Bilder zu kleiden. Zur möglichst realistischen Inszenierung setzte der rumänische Regisseur Mime Misu die damals modernsten Effekte und Techniken ein: Das Schiff war ein immerhin 8 Meter langes Modell, die Untergangsszene wurde auf dem Grüpelsee bei Königs Wusterhausen gedreht. Aus heutiger Sicht mag der Film in vielen Teilen fast komisch erscheinen – vor hundert Jahren jedoch waren seine Schnitte und Tricks aufsehenerregend.

20. Mai: Internationaler Museumstag und Theatermatinee „100 Jahre Titanic“

Ganztägig freier Eintritt zur Sonderausstellung „Die TITANIC-Orgel. Eine Legende im Rampenlicht“ besteht am Sonntag, 20. Mai, der als Internationaler Museumstag begangen wird. Ausstellungskuratorin Brigitte Heck erläutert ab 11 Uhr im Rahmen einer Sonderführung ihre Forschungen zu diesem wohl bekanntesten Stück im Deutschen Musikautomaten-Museum. Die Selbstspielorgel der berühmten Freiburger Firma Welte war 1982 die erste Erwerbung des Landes Baden-Württemberg für ein neu zu gründendes Musikautomatenmuseum. Zu spät, so heißt es, sei das 1911 auf der Turiner Weltausstellung als technische Meisterleistung bewunderte Saloninstrument fertig gestellt worden, um noch in die TITANIC eingebaut werden zu können. So habe es die Katastrophe überdauert – und steht nun, neu restauriert, im Mittelpunkt einer besonderen Studioausstellung. Regelmäßig wird es täglich im Rahmen der Museumsführungen auch angestimmt.

Ebenfalls am 20. Mai um 11 Uhr wiederholt die Badische Landesbühne in der Bruchsaler Probenfabrik (Wilderichstraße 31) ihre Matinee-Veranstaltung „100 Jahre TITANIC – Untergang der Zivilisation“. In der szenischen Lesung nehmen BLB-Dramaturg Olivier Garofalo und die Ensemblemitglieder Juliane Schwabe, Philip Badi Blom und Ole Xylander das Publikum mit auf eine Reise, die den Mythos des Schiffes in die Gegenwart bringt. Sollte die Titanic nicht Inbegriff der Verwirklichung von Träumen sein, und war nicht allein schon ihr Name Programm? Doch die Träume vom schier unendlichen Luxus und vom schnellen Geld sowie die Illusion eines von Menschenhand erbauten Schiffes, das über den Gesetzen der Natur thront, endeten in der Katastrophe. (Infos und Karten zum Preis von 8 bzw. 5 Euro: Badische Landesbühne, Tel. 07251/72723, E-Mail: ticket@dieblb.de…, Internet: www.dieblb.de…)

Sonderausstellung „Titanic-Orgel“ noch bis 30. September

Die Sonderausstellung des Deutschen Musikautomaten-Museums zur „Titanic-Orgel“ ist im Bruchsaler Barockschloss noch bis einschließlich Sonntag, 30. September zu sehen. Im Rahmen des allgemeinen Schlosseintritts (Erwachsene 5 Euro, Kinder ab 6 Jahren 2,50 Euro) ist der Zugang zur Ausstellung frei. Monatlich jeden ersten Sonntag zwischen Mai und September (6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August und 2. September) findet jeweils um 13 Uhr ein etwa 20-minütiges, kommentiertes Kurzkonzert mit der Titanic-Orgel statt. Zur Ausstellung ist auch eine reich bebilderte Ausstellungsbroschüre mit Audio-CD erschienen, die an der Museumskasse erhältlich ist. Schloss und Sonderausstellung sind täglich – außer Montags – geöffnet von 10 bis 17 Uhr.

 

 

Fotos: Szenenfotos aus „In Nacht und Eis“. Bildnachweis: Deutsche Kinemathek

Foto: Orgelpfeifen der Titanic-Orgel im Deutschen Musikautomaten-Museum Bruchsal. Foto: DMM

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