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Werbewirksame Video-Show auf der Fassade der neuen Universität am Universitätsplatz in der Heidelberger Altstadt am 15.9.2012

Von Nils Herbstrieth

Es war schon beeindruckend was Intel hier dem vorwiegend jungen Heidelberger Publikum spendierte. Mit hohem technischen Aufwand und der Expertise von Markos Aristides Kern wurde die Fassade der Neuen Universität effektvoll in Szene gesetzt. 50 Minuten lang beamte Kern was das (Rechen)Zeug hergab, angefeuert vom treibenden elektronischen Sound von Moonbootica.  Die Fassade durchlebte dabei verschiedenste Zustände, wurde dekonstruiert, wieder aufgebaut, gefaltet, zerrissen, gedreht und in kleinste Platten zerlegt.

16 extrem lichtstarke Beamer, aufgebaut in einem speziellen LKW, ermöglichen die sehr helle und hochauflösende Projektion auf Gebäude und Fassaden. Markos Aristides Kern hat für diese Art der Videokunst eine eigene Firma gegründet und sich zum Speziallisten in Sachen „Gebäudemapping“ entwickelt. Beim „Gebäudemapping“ wird nicht einfach irgendetwas auf irgendeine Fassade projeziert. Die Fassade wird vorher exact aufgenommen und am Computer reproduziert. In diesem Fall auch als 3D-Modell. Die Reproduktion der Fassade wird dann wiederum am Computer verändert. Aus der Überlagerung des sich verändernden Abbildes und der realen Fassade ergibt sich dann der überraschende Effekt. Jede Projektion ist also ein Unikat, speziell für den Ort angefertigt.

Der in Heidelberg aufgewachsene Kern hat für seine ehemalige Heimatstadt die Fassade der neuen Universität gescannt. Eine gute Wahl, denn damit lies sich einiges anstellen. Besonders gut gelungen waren dann auch die „architektonischen“ Szenen, die mit der Fassade spielten. Sie wurde zerlegt, zerrissen, gefalltet, gerollt. Elemente hinzugefügt oder weggenommen. Fenster dupliziert, erleuchtet, umrahmt. Weniger anspruchs- dafür effektvoll waren dann eher fremde Hinzufügungen wie Schlossmauern, Plattenteller, Lautsprecher, Augen, Feuerwerk bis hin zu einer Kugelbahn. Natürlich durften diverse Intel-Motive nicht fehlen, unausweichlich waren dann auch die fliegenden Ultrabooks mit dem Intel-Schriftzug.

Insgesamt eine gelungene Werbeveranstaltung für Intel, mehr Show als Kunst, mehr Technik als Geist, trotzdem schwer beeindruckend.

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