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Der Streit um Stuttgart 21 geht weiter. Die aktuelle Auseinandersetzung dreht sich um das Planfeststellungsverfahren für den S 21 Flughafenbahnhof und um die immer weniger zu leugnenden Mängel des

gesamten Projekts. (Infos dazu: Artikel in der Kontextwochenzeitung). Die immer noch aktive  Gruppe „Heidelberger gegen Stuttgart 21“ fordert deshalb die Grüne Landtagsabgeordnete und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer auf, sich für den Ausstieg aus S 21 zu positionieren: „…Es ist einfach irrsinnig, eine Milliarde auszugeben, damit der Stuttgarter Provinzflughafen einen IC-Anschluss bekommt“.

Offener Brief an Theresia Bauer

Sehr geehrte Frau Bauer!

In diesen Tagen findet die Erörterung zum Planfeststellungsverfahren für den S21-Flughafenbahnhof statt. Dabei musste die DB AG zugeben, was wir schon lange wissen, dass nämlich der Filderbahnhof und die Trassenführung zum Flughafen nichts taugen. Inzwischen schließen Bahnvertreter ein Scheitern ihrer Planung nicht mehr aus. Siehe Stuttgarter Nachrichten.

Die DB AG bringt nun ihre Alternativplanung mit zwei getrennten Bahnhöfen wieder ins Gespräch. Die soll fast eine Milliarde Euro kosten. Siehe Stuttgarter Nachrichten.

Es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis die DB AG bei ihren „Projektpartnern“ um ein paar –zig Millionen bettelt, um auf den Fildern eine zumindest halbwegs funktionierende Infrastruktur zu bauen.
Bisher hat die Landesregierung die Forderungen, erneut mit der Bahn zu verhandeln, zurückgewiesen. Wir möchten Sie als Mitglied des Kabinetts in der Haltung bestärken, dass der Kostendeckel gilt.
Sie sind auch unsere direkt gewählte Landtagsabgeordnete und damit Interessenvertreterin unseres Wahlkreises.

Uns Heidelbergern wollte man „Stuttgart 21“ mit der schnelleren Verbindung zum Stuttgarter Flughafen schmackhaft machen. Aber das Bedürfnis, alle paar Stunden mit dem Fernverkehr direkt zum Flughafen auf den Fildern zu kommen, ist offensichtlich nicht sehr ausgeprägt. Die Mehrheit der Heidelberger hat sich ja für den kompletten Ausstieg des Landes aus der S21-Finanzierung ausgesprochen.

Für 500 Millionen Euro konnte man die S-Bahn im Rhein-Neckar-Raum ausbauen. Die Antragstrasse der DB AG, die mit ihrem Mischverkehr die S-Bahnen auf den Fildern massiv beeinträchtigt, soll über 700 Millionen Euro kosten. Für eine Variante, die mit der S-Bahn etwas besser verträglich ist, verlangt die DB AG eine knappe Milliarde.

Das ist obszön. Es ist einfach irrsinnig, eine Milliarde auszugeben, damit der Stuttgarter Provinzflughafen einen IC-Anschluss bekommt.

Wir Heidelberger brauchen keinen IC zum Stuttgarter Flughafen. Wir brauchen erst recht keinen „Flughafenbahnhof plus“. Wir brauchen überhaupt kein „Stuttgart 21“.
Wir fordern Sie auf, in der bevorstehenden Grundsatzdebatte über S21 die Position zu vertreten, der Sie Ihr Direktmandat zu verdanken haben und die im Heidelberger Ergebnis der Volksabstimmung bestätigt wurde:

Verlangen Sie den Ausstieg des Landes aus der Finanzierung und den Stopp von S21.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Müller, Roswitha Claus, Ruth Moser, Friedrich Schuster, Anja Weber, Andreas Tulzer und weitere
„Heidelberger gegen Stuttgart 21“

Kontakt: Elisabeth Müller, Karolingerweg 7, 69123 Heidelberg Heidelberg, den 5.10.2014

 

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