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/ via Mieterverein Heidelberg /

Der Mieterverein Heidelberg ruft auf, bis 10.2.2016 im laufenden Bebauungsplanverfahren „Südstadt Mark-Twain-Village-Nord“ eine Stellungnahme bei der Stadt Heidelberg abzugeben mit dem Ziel, dass dort mehr Wohnfläche entsteht. Eine Vorlage für die Stellungnahme steht auf der Internetseite des Vereins unter www.mieterverein-heidelberg.de… und kann verwendet werden, fristgerecht darauf zu drängen, den Verlust von ca. 2000 m² Wohnfläche durch die sinnvolle Veränderung der Baulinie an der Kirschgartenstraße zum Erhalt der dortigen Bäume wieder auszugleichen.

Im Einzelnen wird vorgeschlagen, auf den drei viergeschossig geplanten Punkthäuser in den Ecken der dann geschlossenen U-förmigen Wohnblocks westlich der Römerstraße sollen jeweils zwei Geschosse zu ergänzen ebenso auf den beiden Punkthäuser in den in den Bebauungsblöcken nördlich der Rheinstraße, entlang der östlichen Seite der Römerstraße an fünf Stellen eine dreistöckige Bebauung auf vier Stockwerke zu erhöhen und die Geschossflächenzahlen dementsprechend anzupassen.

Die Stellungnahme wird begründet durch die Notwendigkeit, das hohe Defizit an Wohnraum in Heidelberg abzubauen – das in der Wohnungsbedarfsanalyse 2013 ermittelte Defizit von 6.200 Wohnungen ist durch die aktuellen Entwicklungen überholt und daher noch höher –  und durch die Sorge um das Erreichen der wohnungspolitischen Ziele im Mark-Twain-Village, bei denen erfreulicherweise erstmals seit langer Zeit die Schaffung von erheblichen Anteilen preisgünstiger Mietwohnungen (40%) und auch Eigentumswohnungen (30%)  und eine gute soziale Mischung des Quartiers konkrete Ziele sind. Der Mieterverein regt dabei an, diese vorgeschlagenen Planänderungen nicht nur mit den Anwohnern des Mark-Twain-Village sondern auch bei Bürgeranhörungen in allen anderen Stadtteilen zu besprechen, da es hier um gesamtstädtischen wohnungspolitischen Ziele geht.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Mieterverein fordert: In Mark-Twain-Village Nord geplante Bebauung aufstocken – Falscher Ort, falscher Weg

    Der Rahmenplan für die Entwicklung sah ursprünglich eine moderate Neubebauung und Nachverdichtung vor, die an die Umgebungsbebauung angepasst war. Aus eigenwirtschaftlichen Gründen forderten die beteiligten Wohnungsbaugenossenschaften und die städtische Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz im Bebauungsplan bereits eine erhebliche höhere Bebauungsdichte. Jetzt will der Mieterverein noch draufsatteln und die Gebäude noch höher und größer bauen. So kann man Städtebau nicht betreiben. Quartiere leben davon, dass die Menschen sich dort wohlfühlen. Die, die bereits in der Umgebung wohnen und die, die einmal hinziehen werden. Dies erfordert Freifläche und begrenzt auch die Höhe von Gebäuden. Die Planung in Mark-Twain-Village Nord ist bisher im bezug auf die Dichte gerade noch erträglich.

    Es gibt durchaus an anderer Stelle die Möglichkeit, mehr Wohnungen zu bauen als geplant, etwa in der Bahnstadt. Hier werden in der mittleren Variante 5 000 Einwohner erwartet. Es sollen aber 7 000 Arbeitsplätze entstehen. Nach dieser Planung wird die Bahnstadt also zu einer vermehrten Nachfrage nach Wohnungen führen, nicht zu einer Entlastung des Wohnungsmarktes. Hier müssen statt Gewerbeflächen mehr Wohnungen entstehen.

    Arnulf Weiler-Lorentz 28.1.2016

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