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tatort bahnhofstraße-1(wg) OB Dr. Würzner antwortet auf einen offenen Brief ehemaliger AktivistInnen in der BI Lebendige Bahnhofstraße. Es geht um den Vorwurf, den er bei seiner diesjährigen Neujahrsansprache machte, es hätten „Schießscheibenplakate“ in der Bahnhofstraße (im Jahr 2008) gehangen, wo die Köpfe von GemeinderätInnen abgebildet sind, die für das Fällen von Bäumen in der Bahnhofstraße verantwortlich gewesen sind.

Die ehemalige Bürgerinitiative gesteht durchaus zu, dass das Plakat unüblich ist, aber nichts mit Schießscheiben zu tun hat. Dieser Wortwahl stelle kritische BürgerInnen in eine Reihe mit politischen Gewalttätern, was dann doch zu weit ginge. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, sich zu entschuldigen.

Unten kann man die vollständige Antwort des Oberbürgermeister lesen, die sich auf diesen offenen Brief bezieht.Weitere Stellungnahmen von ehemaligen Akteuren der Bürgerinitiative findet man hier.

Hier die vollständige Antwort von OB Dr. Würzner auf den offenen Brief:

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(Wolfgang Gallfuß) Anmerkung:

Als Beteiligter in der Bürgerinitiative Lebendige Bahnhofstraße finde ich die Antwort des Oberbürgermeisters bemerkenswert:

Er gesteht indirekt ein, dass das Wort „Schießscheiben“ eine überzogene Reaktion sei,  relativiert dieses kleine Eingeständnis aber sofort wieder. Denn der Offene Brief aus den Reihen der ehemaligen Bürgerinitiative sei ja ebenfalls überzogen.

Nur: letzteres ist ja eine Reaktion auf seine verfehlte Wortwahl, in freier Rede gefallen, wie er Entschuldigung heischend betont.

Die „Größe“ einfach zu sagen:Sorry, dumm gelaufen, es tut mir leid“, hat er dann aber doch nicht.

Nein: Er nimmt  seine 1000 ZuhörerInnen bei der Neujahrsansprache in Mithaftung für seine missglückte  Wortwahl. Denn diese hätten  sicherlich „unmittelbar“ protestiert, wenn der Vorwurf der „Kriminalisierung und Verunglimpfung“ von kritischen BürgerInnen zuträfe. Da es keine unmittelbare Reaktion gab, könne also dieser Vorwurf aus den Reihen der ehemaligen Bürgerinitiative nicht aufrecht gehalten werden. Wären sie bei der Neujahrsansprache anwesend gewesen und hätten protestiert, dann wäre dieser Protest eher ernst zu nehmen.

???? Eine etwas verquere Logik.

Es gibt  BürgerInnen, die offensichtlich gerne zur Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters gehen. Es gibt aber auch andere, die aus ebenfalls nachvollziehbaren Gründen solche Veranstaltungen lieber meiden. Ist deren Kritik dadurch abgewertet?

Sein Appell, man solle lieber die Aufmerksamkeit auf aktuelle Entwicklungen in Heidelberg richten, statt „einen Diskurs über ein vor sieben Jahren aufgehängtes Plakat“ zu führen, ist richtig.

Nur: Wer hat den mit diesen alten Kamellen angefangen?

Ausgangspunkt war folgende Satz in der Neujahrsansprache von OB Dr. Würzner:

„Ich kann mich noch gut daran erinnerten, dass im Stadtgebiet Plakate hingen, mit Schießscheiben, wo dann Köpfen von Stadträten drauf waren, die sich für dieses Projekt aussprachen…“ (zitiert auf der Basis der Videoaufzeichnung, zu sehen auf der Website der Stadt Heidelberg, ab etwa der Minute 19.50).

 

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