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Erfolgreiches erstes Arbeitstreffen

/ von C. Villinger /

Basierend auf dem Informationsabend der Bunten Linken zum Thema „Flüchtlinge und Asylbewerber auf dem Wilhelmsplatz – Wie kann Integration in der Weststadt gelingen?“ am 23. Februar 2016 im Forum am Park, fand am Montag, den 29. Februar auf Einladung von Stadträtin Hilde Stolz (Bunte Linke) im Laden für Kultur und Politik in der Kaiserstraße ein erstes Arbeitstreffen statt. Ziel des Treffens war es, die vielen Ideen und Anregungen, die in der Woche zuvor geäußert wurden, schnell und konkret in die Tat umzusetzen.

Rund 20 Interessierte fanden sich ein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde kristallisierte sich heraus, dass alle Anwesenden über großen Tatendrang verfügen und konkretes Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen – beruflich wie privat – mit einzubringen haben. Kenntnisse und Fähigkeiten, die sich hervorragend für diese Initiative und eine direkte Umsetzung hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen nutzen und umsetzen lassen – z. B. Dolmetschen und Übersetzen in den Sprachen Englisch, Arabisch und Persisch, Erfahrung im Unterrichten, Organisationstalent, Spaß am Kochen und Musizieren und einiges mehr. Einige sind bereits in der Organisation von Stadtteilprojekten aktiv und somit gut vernetzt, andere wiederum verfügen über bestehende Kontakte zu Organisationen wie Diakonisches Werk und DRK, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Beste Voraussetzungen für eine solche Initiative!

Zunächst wurden eine Organisations­/Steuerungsgruppe sowie weitere Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen Arbeit, Patenschaften und Begegnungen, Kultur, Rechtliches und Administration, Sprache/Lernen/Schule und Politik auseinandersetzen und in separaten Treffen Konkretes erarbeiten.

Im Hinblick auf die nächste Veranstaltung am 8. März im Haus der Jugend, zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Weststadtverein, wurden Fragen gesammelt, deren Beantwortung man sich von der Stadt erhofft: Konkrete Konditionen und Kriterien für das Aufstellen von Containern sowie Angaben über deren genaue Ausstattung, Auskunft über die vorhandenen Kontakte zu den beiden Kirchen, die ebenfalls Flächen für die Weststadt zur Verfügung stellen könnten, Bedingungen und Kriterien für private Vermietungen an Flüchtlinge, Grundlage für die Kalkulation notwendiger Haushaltsmittel. Darüber hinaus soll die Stadt unbedingt dazu bewegt werden, alle anstehenden Feste für dieses Jahr zu genehmigen.

Interessant war der Beitrag einer Anwesenden, die selbst vor Jahrzehnten als Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland kam. Sie berichtete von dem damals vorhandenen Wunsch nach genügend Platz und entsprechenden Freiräumen, um sich ganz im eigenen Kulturkreis aufzuhalten – um eben nicht ständig mit deutschen Nachbarn zusammen zu sein. Man war sich darüber einig, dass gerade der Standort Wilhelmsplatz den Flüchtlingen eine solche Möglichkeit nicht bietet, ebensowenig wie eine ausreichende Privatsphäre.

Angeregt wurde die Idee, auch ohne eine erfolgte Zuweisung freiwillig Flüchtlinge in der Weststadt aufzunehmen und der Stadt ein entsprechendes Signal zu geben. Man war sich jedoch einig, dass hierfür zuvor eine Unterschriftenaktion in der Weststadt durchgeführt werden müsste, um ein breites Stimmungsbild im Stadtteil einzuholen.

Bevor das erste Treffen zu Ende ging, wurde der Name der neu entstandenen Initiative beschlossen: Die Weststadt sagt Ja!

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