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Altersvorsorge – Wie viel Geld brauche ich im Alter?

/ via FAZ.net…14.09.2016, von DANIEL MOHR /

Ob Rente, Riester und betriebliche Vorsorge reichen, weiß keiner so genau. Altersvorsorge im Blindflug, nennt dies Verbraucherschützerin Mohn. Sie rät zu sanftem Zwang, um zu höheren Renten zu kommen. 

Rentendiskussionen verlaufen meistens scheinheilig. Mit Verweis auf die vielen kleinen Renten wird der Teufel der Altersarmut an die Wand gemalt. Deswegen müssten dringend die Renten älterer Frauen weiter erhöht und auch sonst kleinere Renten aufgebessert und am besten generell noch mehr Geld ins Umlagesystem gepumpt werden, fordern derzeit wieder Politiker vor allem von CDU, CSU und SPD. Die Forderungen sind so pauschal, wie sie falsch sind.

„Ein Manko unserer Rentenpolitik ist der fehlende Blick auf die einzelwirtschaftliche Ebene“, sagt Dorothea Mohn, in derVerbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) für das Thema Finanzmarkt zuständig. „Ob der Einzelne auf eine auskömmliche Gesamtversorgung zusteuert, bleibt völlig unklar.“ So muss der Bezieher einer niedrigen gesetzlichen Rente nicht kurz vor der Altersarmut stehen, sondern kann aufgrund seiner Erwerbsbiographie und seiner Familiensituation durch Vermögen oder Einkünfte des Partners bestens versorgt sein.

Altersvorsorge im Blindflug

Doch dazu gibt es keine vernünftig aufbereiteten Daten. Zwar existieren Zahlen zu Riester-Verträgen und betrieblicher Altersvorsorge. Ein umfassendes Bild, wie gut der Einzelne für das Alter abgesichert ist und damit eine valide Grundlage für eine Diskussion um die Altersvorsorge, gibt es aber nicht. „Derzeit erfolgt die Altersvorsorge im Blindflug, und keiner weiß, ob es reicht“, sagt Mohn. „Es gab die politische Entscheidung, mit der Riester-Rente die gesetzliche Rente teilweise zu privatisieren. Allerdings erzeugt der Vertrieb kaum bedarfsgerechte Riester-Empfehlungen. Die empfohlenen Produkte sind häufig zu teuer, vielfach passt die Produktform nicht. Zudem ist die Verbreitung deutlich geringer als vom Gesetzgeber anvisiert und erforderlich.“

Die Verbraucherschützerin hat dabei im Gespräch mit der F.A.Z. Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, an ihrer Seite. Überraschend ist dabei nicht nur die deckungsgleiche Analyse von Verbraucherschützerin und Kapitalmarktvertreterin, sondern auch dieselbe Empfehlung an die Politik: Weg mit den verpflichtenden Garantien in der Riester-Rente und in der betrieblichen Altersvorsorge. „Wir brauchen nicht überall Garantien, denn damit werden auch zu viele Chancen weggarantiert, und das ist in der Altersvorsorge so unglaublich teuer“, sagt Bortenlänger. Ganzer Artikel

 

———————Und zum gleichen Thema:

Flexi-Rente: Arbeitskraft zum Schleuderpreis

/ via die-linke.de… /

SPD und Union müssen die gesetzliche Rente wieder sichern. Für Beschäftigte braucht es abgesicherte Übergänge in die Rente, statt Rentner zum Rabattpreis, kritisiert der Parteivorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger, die Pläne der Bundesregierung zur so genannten „Flexi-Rente“.

Die Bundesarbeitsministerin flexibilisiert die Beschäftigten bis zur Unkenntlichkeit – wann ist ein Rentner ein Rentner? Geht es nach der Bundesregierung, sollen sich Beschäftigte auch nach 40 Jahren täglicher Arbeit weiter verbiegen, um für die Arbeitgeberlobby verfügbar zu sein. Damit lenkt die Bundesregierung weiter davon ab, dass das Rentensystem dringend reformiert werden muss. Die Flexi-Rente ist der verzweifelte Versuch, sich bis zur Bundestagswahl um eine echte Rentenreform herumzudrücken. Bundesarbeitsministerin Nahles will die Arbeitgeber finanziell schonen, um für sie arbeitende Rentnerinnen und Rentner „billiger“ zu machen – das ist auch angesichts des Fachkräftemangels im wahrsten Sinne des Wortes asozial. Die unternehmerfreundlichen Vorschläge der SPD führen dazu, dass die Sozialkassen sich weiter leeren, sich die Jobaussichten für jüngere Beschäftigte verschlechtern und Rentnerinnen und Rentner dem Markt bis zum Umfallen zur Verfügung stehen müssen.

Beschäftigte brauchen einen abgesicherten Übergang in die Rente. Dafür muss zunächst das Rentenniveau angehoben werden, um eine angemessene Lebensstandardsicherung im Alter zu gewährleisten. Die Bundesregierung muss endlich aufhören, Rentner unter Druck zu setzen. Die Rente ab 63 als Lebensabschnitt, in dem man von seiner Lebensleistung in Würde und Sicherheit leben kann, muss respektiert und gesetzlich gesichert sein.

Siehe: www.die-linke.de…

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