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Beim Landesfinale des Schulsport-Wettkampfes „Jugend trainiert für Paralympics“ hat die Mannschaft der SRH Stephen-Hawking-Schule auch im Schwimmen gewonnen. Wie bereits die Rollstuhlbasketballmannschaft und die Tischtennisspieler haben sich die Schwimmer der SRH Stephen-Hawking-Schule damit ebenfalls für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Paralympics“ in Berlin qualifiziert.

/via SRH Schulen/

Am Start: die Schwimmerin der siegreichen ersten Mannschaft von der SRH Stephen-Hawking-Schule, Anna Daubenberger. (© Foto SRH Schulen)

Am Landesfinale Schwimmen nahmen dieses Mal Kinder und Jugendliche von insgesamt sechs Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit verschiedenen Förderschwerpunkten wie Sehen, Hören, Sprache, geistige oder körperliche und motorische Entwicklung teil. Die Organisatoren waren sowohl vom Leistungswillen, als auch vom Fairplay der Schülerinnen und Schüler begeistert.

Schwimmer übertrafen sich selbst

Meistens klatschen die Hände im Rhythmus vieler aufgeregter Herzen. Beim Landesfinale von Jugend trainiert für Paralympics im Olympiastützpunkt Heidelberg geben die Schwimmer ihr Bestes, auch, weil sie heftig von den anderen angefeuert werden. „Ihr habt Euch alle selbst übertroffen“, sagt Wübke Sanders, Trainerin der beiden Schwimmmannschaften der SRH Stephen-Hawking-Schule, zur Siegerehrung. Nicht nur, weil die erste Mannschaft „ihrer“ Schule das Landesfinale gewonnen hat, sondern auch, weil der Wettkampf sehr fair ablief.

Das tolle Miteinander aller Schüler der sechs teilnehmenden Schulen fiel auch Ehrengast Edwin Gahai, Direktor des Landesinstituts für Schulsport, auf. Tatsächlich wurden oft die Letzten am meisten gepuscht. Das Klatschen war dann nur einen Tick schneller als die Armbewegungen der Schwimmer. Das spornte an, viele persönliche Bestzeiten wurden rausgeholt. Wer da von welcher Schule schwamm? Egal!! „Hopp, hopp hopp“, „du hast nur noch drei Meter“ oder ein barsches „dreh dich nicht dauernd um“ waren hörbare Fetzen vor einer beeindruckenden Klangkulisse. Wurde es zu laut, half die neutrale Stimmlage von Christian Schulz vom Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg. Mit aller Ruhe teilte er die Bahnen zu und pfiff die „Läufe“ an.

Sie trainieren mindestens zweimal in der Woche, jeden Montag und Donnerstag, und sie haben ein großes Ziel vor Augen: das Bundesfinale in Berlin. (© Foto SRH Schulen)

Zum ersten Mal waren Schwimmer von sechs verschiedenen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören, Sprache, geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung beteiligt. Ihre Leistungen orientierten sich am Weltrekord in ihrer Behinderten-Gruppe und wurden von Holger Kimmig, Sportreferent für Leistungssport beim badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband, nach einem raffinierten System bewertet: Jede Einzel-Leistung wird in Punkte-Relation zum jeweiligen Weltrekord (1000 Punkte) gesetzt, so dass man durch dieselbe Ausgangswertung bei allen Handicaps auf einen Nenner kommt.

Alle Schwimmer gingen drei Mal an den Start: Brust, Freistil, Rücken auf – altersspezifisch – 25- oder 50-Meter-Distanzen sind Pflicht. Die SRH Stephen-Hawking-Schule war mit zwei Mannschaften und 16 Schwimmern gut vertreten. Im Sport kann es nur einen Sieger geben, Gewinner der Herzen waren jedoch alle!

Platzierung der teilnehmenden Schulen aus Baden-Württemberg:

Zum ersten Mal waren Kinder und Jugendliche von sechs verschiedenen Schulen für Menschen mit Handicaps beteiligt: Die SRH Stephen-Hawking-Schule als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) für Schüler mit körperlichen und motorischen Handicaps erreichte Platz 1, die Helen-Keller-Schule (Maulburg) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung kam auf Platz 2, mit derselben Punktzahl ebenfalls auf Platz 2 landete die Johannes-Wagner-Schule (Nürtingen) mit den Förderschwerpunkten Hören und Sprache, Platz 4 erreichten die Schwimmer der Schloss-Schule Ilvesheim mit dem Förderschwerpunkt Sehen, Platz 5 die Startgemeinschaft der SRH Stephen-Hawking-Schule, in der eine Inklusionsschülerin des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums Heidelberg mitschwamm, auf Platz 6 kam die Mannschaft der Hardtwaldschule (Karlsruhe) für geistige Entwicklung, Platz 7 erreichte die Winterhaldenschule Sindelfingen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Jugend trainiert für Olympia 

Jugend trainiert für Olympia ist der weltgrößte Schulsportwettbewerb. Allein in Baden-Württemberg gibt es insgesamt 125 000 Teilnehmer. Der Wettbewerb vermittelt Werte wie Fairness, Teamgeist, Einsatzfreude und soll die Jugendlichen zu lebenslangem Sporttreiben motivieren. Er gilt auch als „Sprungbrett“ vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Sportverein. (Quelle: www.machmit-bw.de…)

 Jugend trainiert für Paralympics (JTFP)

Jugend trainiert für Paralympics (JTFP) ist der Bundeswettbewerb der Schulen, der Schülern mit Handicap ermöglicht, sich im sportlichen Vergleich zu messen. Der Wettbewerb befindet sich noch im Aufbau. (Quelle: www.machmit-bw.de…)

Die SRH Stephen-Hawking-Schule 

Die SRH Stephen-Hawking-Schule  ist eine Schule für Kinder- und Jugendliche mit und ohne Körperbehinderung. Auf jeden einzelnen Schüler passgenau abgestimmter Unterricht in elf inklusiven Bildungsgängen von der Grundschule bis zum Gymnasium ermöglichen bestmögliche Entfaltung und Schulabschlüsse. Die Motivation: Lernen fürs Leben gern. 

An den Wettkämpfen von Jugend trainiert für Paralympics nimmt die SRH Stephen-Hawking-Schule in den Disziplinen Schwimmen, Rollstuhlbasketball und Tischtennis teil. Die Rollstuhlbasketball-Mannschaft und die Tischtennis-Mannschaft der SRH Stephen-Hawking-Schule haben sich bereits für das Bundesfinale im Mai 2017 qualifiziert, die Schwimmer gehen dann beim Bundesfinale Schwimmen im September 2017 in Berlin an den Start.

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