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Die Stadt und der Gemeinderat als gewählte Vertretung der Heidelberger Bevölkerung stehen jetzt in der Verantwortung für die Zukunft des Völkerkundemuseums – Es muss gehandelt werden.

/via Bunte Linke Heidelberg/

Hilde Stolz, Stadträtin der Bunten Linken: „Wir erwarten, dass sich Oberbürgermeister, Kulturdezernent, Kuratorium und Museumsleitung zusammenraufen und handeln. Wir brauchen klare Konzepte für den Weiterbetrieb des Museums und auch für das Jubiläumsjahr der Von Portheim-Stiftung 2019.“ Roswitha Claus, ehemals 15 Jahre im Vorstand des Freundeskreises, ergänzt: „Es wird Zeit, dass das Völkerkundemuseum jetzt endgültig aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst wird, in den es immer wieder aus Geldnot gefallen ist. Und der Kuss muss ein inniger sein.“  Es stehe Heidelberg gut an, endlich alle Schatten der letzten 100 Jahre zu entfernen und das Museum angemessen ins Licht zu setzen.

Heidelberg brauchte einen Anstoß von außen um diesen Schatz wahrzunehmen. Das Gutachten von Professor Klaus Schneider, Direktor des Rautenstrauch Joest-Museums in Köln macht es deutlich: Das Museum ist ein Kleinod für Heidelberg. Schneider schreibt im Gutachten: „… völlig unverständlich, mit welcher geringen Wertschätzung in Politik und Verwaltung über dieses Haus und die Von Portheim-Stiftung gesprochen und verhandelt wird. … müsste in der Heidelberger Innenstadt ein kulturelles Highlight und ein Zugpferd für Besucher sein.“

Die Bunte Linke fordert den Gemeinderat auf, sich hinter das Museum zu stellen und ausreichend Mittel für eine zukunftsfähige Entwicklung frei zugeben. Zusätzlich muss sich die Stadt um Sponsoren und Zuschüsse zur Lösung der dringendsten Probleme bemühen. Hierzu zählen vor allem: die Katalogisierung, Sicherung und Restaurierung der Sammlungen sowie die Behebung der baulichen Mängel. Gelöst werden muss dazu der Konflikt innerhalb des Kuratoriums und zwischen Kuratorium und Museumsleitung. Die anstehende Ergänzung des Kuratoriums – es sind zwei von fünf Plätzen vakant – sollte durch Personen erfolgen, die in erster Linie dem Museumsbetrieb und dem Schutz der Stiftung verpflichtet sind. Die Position und Funktion der Museumsleitung muss gestärkt und klarer definiert werden. Das erfordert allerdings auch auf Seiten der Museumsleitung ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft mit Kuratorium und Stadt. Und Eile ist auch geboten: Das Jubiläumsjahr 2019 der Josefine und Eduard von Portheim-Stiftung für Wissenschaft und Kunst steht vor der Tür.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Habe fast alle Ausstellungen des Völkerkundemuseums besucht und wenn ich höre, mit welch geringen finanziellen Mitteln man dort auskommen muß, dann weiß ich erst zu schätzen mit welcher Sorgfalt, Hintergrundwissen und optisch ansprechender Gestaltung bisher alles präsentiert wurde. So schließe ich mich dem o.g. Gutachten an, daß es auch für mich „völlig unverständlich“ ist „mit welcher geringen Wertschätzung in Politik und Verwaltung über dieses Haus … gesprochen und verhandelt“ wird.
    Man sollte m.E. das bisherige Engagement der Museumsleitung würdigen, ihr bei Entscheidungen sehr viel mehr Gewicht einräumen und es nicht „Politik und Verwaltung“ überlassen was aus dem Museum wird.

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