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Jugendliche sollen eine Stimme haben!

/ von Farida Ragheb (16) aus Kairo, absolviert gerade ein Schülerpraktikum bei der „Stadtredaktion“ /

Im Jahre 2006 wurde in Heidelberg der Jugendgemeinderat gegründet. 30 Schüler zwischen 14-19 Jahren werden für je zwei Jahre gewählt. Diese vertreten die Interessen und Meinungen aller Schüler in Heidelberg. Sie haben ihren eigenen Sitzungen im Rathaus, wo sie bestimmte Themen diskutieren, die sie selbst betreffen und manchmal nehmen sie auch an Sitzungen des Gemeinderats teil.

Sie organisieren viele Veranstaltungen wie Konzerte, Podiumsdiskussionen und Sport-Events. Außerdem haben sie ein eigenes Budget, dass sie für ihre Projekte nutzen können. Der Jugendgemeinderat teilt sich in fünf Kommissionen auf: Kultur, Sport, Stadtentwicklung und Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung und Bildung. Für jede Kommission sind bestimmte Schüler verantwortlich. Der Jugendgemeinderat wird von sechs Heidelberger Gemeinderätinnen und Gemeinderäten beraten.

Am 27. Juli 2017 hatten die Jugendgemeinderäte eine Sitzung im Rathaus. Sie besprachen viele Themen, äußerten ihre Meinung und stimmten über die „Beschlussvorlagen“ (der Stadtverwaltung) ab. Die Mitglieder des Jugendgemeinderats setzten sich in eine großen Runde im Neuen Sitzungssal. Jeder von ihnen hatte einen Namenschild vor sich. Hinter ihnen saßen die Mitarbeiter der jeweiligen Stadtämter und die Presse. Auf der Tribüne nahmen die meist jugendlichen Zuschauer Platz. Die Jugendgemeinderäte waren alle sehr engagiert und hatten viele Ideen und Vorschläge. Man hat bemerkt, wie sehr die Themen sie interessierten.

Zum Beispiel haben sie diskutiert, ob das städtische Projekt „practise„ (ehemals „practicabay“/ Online-Praktikumsbörse) durch die Jugendagentur Heidelberg fortgeführt und mit Geld unterstützt werden soll oder nicht (Projektförderung). Eine Repräsentantin des Projektes war anwesend und erklärte ausführlich ihr Konzept. Die Schüler stellten einige Fragen und präsentierten ihre eigenen Ideen. Am Ende wurde über die Vorlage abgestimmt; es gab 15 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Meiner Meinung nach sollte jede Stadt einen solchen Jugendgemeinderat haben. So lernen die Schüler vieles über Verantwortung und Teilnahme. Außerdem ist es wichtig, die Meinung der Jugendlichen zu hören, denn sie sind diejenigen, die später die Zukunft gestalten werden. Die Schüler-Räte fühlen sich damit ernst genommen und ist es eine gute Vorbereitung für späteres politisches Engagement.

Der Vorsitzende des Jugendgemeinderates Enes Günay, Schüler des Helmholtz-Gymnasium, sagt über seine Aufgaben: „Ich engagiere mich weil ich möchte, dass der Jugendgemeinderat seine Stimme im Gemeinderat nutzt. Ich möchte, dass die Heidelberger Jugendlichen gut vertreten sind. Ich weiß, dass wir zusammen viel schaffen können, denn ich habe in den zwei Jahren, die ich schon im Jugendgemeinderat war, gesehen, dass viel möglich ist.“

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