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Warum der populistische Diskurs so zeitgemäß ist

/ via NachdenkSeiten  / via Deutschlandfunk Kultur / Von Heiner Kiesel /

 

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Populismus. Die Populisten, insbesondere die von ganz rechts, berufen sich immer wieder auf das Volk, auf eine Masse, an deren Spitze sie sich stellen.

Angela Merkel: „Wir werden es mit Anfechtungen von allen Seiten zu tun haben, von rechts wie nie zuvor. Und auch mit einer starken Polarisierung der Gesellschaft.“

Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org…

Alexander Gauland: „Wir wirken jetzt schon außerhalb des Bundestages, weil die anderen Angst vor uns haben.“

Geert Wilders: „Wir tragen die Fackel für eine Zivilisation die jeder andere(n) Zivilisation weit überlegen ist. Und wir sind stolz darauf.“

Marine Le Pen: „Mais les élites ne voient pas ce changement du monde, ils le refusent.“

Horst Seehofer: „In Deutschland ist es zwischenzeitlich zu tektonischen Verschiebungen in der politischen Landschaft gekommen.“

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Populismus

Was haben wir geschwitzt in den letzten Monaten. Das freiheitlich-demokratische Europa in Gefahr! Da haben die Populisten für den Brexit gesorgt und in den Niederlanden, Frankreich, Österreich haben sie ihre Hände nach höchsten Staatsämtern ausgestreckt. Die haben sie sich schon gekrallt in Polen und Ungarn. Dann gibt’s da Russland, die Türkei und …

Donald Trump: „America first!“

Und auch in Deutschland feiert eine rechtspopulistische Partei Erfolge.

Jörg Meuthen: „Das war der 13. Landtagseinzug in Folge, das hat meines Wissens noch keine Partei in Deutschland geschafft.“

Die Folge der Populismuswelle: Hyperventilation in deutschen Parteizentralen und TV-Talk-Shows. Besorgte Diskussionsveranstaltungen in evangelischen Kirchengemeinden.

In der Bundesrepublik haben Populisten die große Bühne mit Verzögerung betreten

Frank Decker: „Ich bin Frank Decker, seit 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bonn.

Decker ist Anfang 50 und hat vor über 20 Jahren begonnen, sich wissenschaftlich mit dem Thema Populismus, besonders dem Rechtspopulismus auseinanderzusetzen. Ein Pionier des Forschungsgebiets. Und einer mit beruhigender wissenschaftlicher Distanz.

Frank Decker: „In Hamburg hat es Anfang der 90er-Jahre die Statt-Partei gegeben, die ich auch als rechtspopulistisch bezeichnet habe, die auch in die Bürgerschaft eingezogen ist. Es gab dann später auch die Schill-Partei: 2001 19,4 Prozent bei einer Landtagswahl in Deutschland! Also wir hatten diese Phänomene auch in Deutschland.“

Vor 2000, da lief es bei uns noch nicht so gut für die Populisten von rechts. Die Parteienbindung war fester und es wirkte noch eine historische Hypothek nach.

Frank Decker: „Hitler war auch ein Populist.“

Die AfD nutzt ihre Chance  ganzer Artikel

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