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(wg) Während Fahrradexperten in Heidelberg noch darüber grübeln, ob neue Radspuren auch mal breiter als 1,85 Meter sein dürfen  – das ist die gesetzliche Mindestbreite- scheint Mannheim schon etwas weiter zu sein. Dort wurden doch tatsächlich 3 Meter breite Radspuren in der Bismarckstraße und am Friedrichsring eingerichtet.

In der fahrradfreundlichen und umweltfreundlichen und naturfreundlichen und investorenfreundlichen und autofreundlichen und…und….und….Stadt Heidelberg ticken die Uhren leider noch etwas anders:  Sowohl beim Umbau der Haltestellenanlage Hauptbahnhof-Nordseite als auch bei der Planung der neuen Gneisenaubrücke bieten die Heidelberger Planer den RadfahrerInnen nach wie vor die viel zu schmalen 1,85 Meter breiten Radstreifen an. Und das mit Zustimmung der Interessengemeinschaft Radverkehr, bzw. der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr. Dort sind alle Verkehrs-und Unweltverbände Heidelbergs versammelt. Auch der VCD, der nun dankenswerter Weise auf die Fortschritte in der Mannheimer Radpolitik hinweist. Es gilt also, was schon immer galt: Mannem vorne !

/via VCD/

Bewerbung Mannheims als fahrradfreundliche Kommune

„Busse erlaubt“ auf der breiten Fahrradspur in der Bismarckstraße
Vorbildliche Radwegeführung auf dem Friedrichsring

Im Rahmen der Bewerbung Mannheims um die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ fand am 28. Juni eine Befahrung statt mit Vertretern des Landesverkehrsministeriums, der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen), des VCD und weiterer Umweltverbände statt. Hierbei wurden die deutlichen Fortschritte beim Radwege-Lückenschlussprogramm ebenso begutachtet wie noch offene „Baustellen“ bei der Umsetzung des vor ein paar jahren verabschiedeten 21-Punkte-Plans zur Förderung des Radverkehrs in Mannheim.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. (wg) Mannem und Heidelberg gemeinsam hinne?

    Wenn Dieter Teufel recht hat, dann ist das wohl so.Die Stadtredaktion war nicht vor Ort und hat die Mannheimer Radspuren vermessen. Stattdessen haben wir uns auf einen Bericht des VCD Regionalverband Rhein-Neckar im Magazin „Umweltdirekt“ 08/2017 verlassen, wo es heißt „…z.B. der drei Meter breite Fahrradstreifen in der Bismarckstraße oder die Radstreifen im Friedrichsring“ . Die dazu veröffentlichten Bilder zeigen kombinierte Rad-Busstreifen. Da ein Busstreifen nach unserem Wissen gar nicht unter 3 Meter breit sein darf, schien der Bericht plausibel zu sein. Dennoch: Dieter Teufel hat natürlich recht, wenn er uns auf die fehlerhafte Information hinweist. Wir reichen gerne diese Kritik an den VCD Rhein-Neckar weiter und entschuldigen uns bei unseren Lesern, dass wir nicht kritisch genug nachrecherchiert haben.

    Der Hinweis von Dieter Teufel auf die Radspurbreiten bei den Planungen HBF-Nord ist aber leider nur die halbe Wahrheit: Es gab Lösungsvorschläge, auch vom Heidelberger VCD, wo für den Radverkehr mehr Platz hätte herausspringen können. Leider fanden diese Vorschläge weder eine Resonanz bei der RNV, noch bei der Stadt Heidelberg und leider auch nicht bei der IG und AG Rad. Wer sich mit den Planungen am Hauptbahnhof genauer befasst hat, sieht Ergebnisse der Heidelberger Planungsphilosophie: Autos first, ÖPNV second. Wenn dann noch Platz da ist, werden Radfahrer und Fußgänger bedient. Um den HBF herum wird die Radwegeführung nicht wesentlich besser werden. Obwohl sicherlich mehr als 20 Mio Euro für den Teilbereich Haltestellenanlage ausgegeben werden müssen.

    Wir hatten noch ein zweites aktuelles Beispiel für zu schmale Rad- und Fußwege genannt: die Planung der Gneisenaurad-und fußbrücke, die mindestens 1,50 Meter breiter sein müsste. Selbst die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbreite für Fußwege wird nicht eingehalten. Da hier „Luft“ überbaut wird, kann man kaum mit Platzproblemen argumentieren. Eher sind höheren Kosten das entscheidende Hindernis gewesen. Die Brücke wird mindestens 7 Mio. Euro kosten und ist ein Bestandteil des Radschnellwegenetzes, das Heidelbergs Süden mit dem Norden verbindet. Die Mindestbreiten für dieses zukunftsfähige Radnetz werden bei der Gneisenaubrücke nicht eingehalten. Auch hier hat die Öffentlichkeit keinen Widerspruch seitens der IG und AG Rad vernommen. Auf dieses Beispiel geht Dieter Teufel leider nicht ein.

    Über die genannten Probleme berichtete die Stadtredaktion wiederholt, nachzulesen im Archiv der SR.

  2. Es ist ja schön, wenn sich die Stadtredaktion für den Fahrradverkehr einsetzt. Sie sollte dies aber nicht mit falschen Argumenten tun. Die neuen Radfahrstreifen in der Bismarckstraße in Mannheim sind zwischen 1,60 m und 2,65 m breit, meist 1,60 m, je nach Platz. 3 m breit ist lediglich die gemeinsame Bus- und Radspur vor dem Schloss auf der Nordseite, dieses Maß ist durch die Breite der Busse bedingt. (http://buergerinfo.mannheim.de/buergerinfo/getfile.asp?id=8049372&type=do&amp😉
    Auch in Heidelberg haben wir Radfahrstreifen, die breiter sind, z.B. in der Handschuhsheimer Landstraße und der Rottmannstraße (2,30 – 2,50 m). Der Platz muss halt dafür da sein. Vor dem Hauptbahnhof Nord werden die beiden Radfahrstreifen 1,85 m breit werden, weil durch die Verbreiterung der Haltestelle auf 4 Gleise nicht mehr Platz vorhanden ist.

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