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/ via „Theresien-Kinder“, ehemalige und derzeitige mit ihren Eltern, Gemeindemitglieder von St. Johannes, die sich um den Erhalt und den Ausbau des Kindergartens St. Theresia im Herzen Rohrbachs sorgen /

Nicht nur die Eltern der Kindergartenkinder vom St. Theresia Kindergarten in Rohrbach waren von dem Plan alarmiert, das Grundstück, auf dem sich der Kindergarten befindet, zu verkaufen. Im Jahre 2014 wurde im Auftrag der Gemeinde St. Johannes eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche in 5 Szenarien zeigt, wie die Gebäude, die sich in Besitz der Gemeinde befinden, verkauft oder genutzt oder umgebaut werden können. Der damalige Pfarrgemeinderat bevorzugte die Variante, welche u.a. den Verkauf des Kindergartens vorsieht. Die Kindergarten-Gruppe würde im Zuge des kompletten Neubaus des Gemeindezentrums St. Benedikt in den Hasenleiser verlegt werden. Doch nicht nur das Gebäude des Kindergartens, sondern auch die umliegenden grünen Flächen, wären beim Verkauf inbegriffen. Eine definitive Entscheidung steht aus; sie obliegt dem Stiftungsausschuss der Stadtkirche.

Es geht hierbei nicht einfach nur um die „Verlegung“ von 24 Kindergartenplätzen.

Eine Weinrebe, die tief in ihrer Heimaterde verwurzelt ist, kann nicht ohne Schaden umgesetzt werden – sie stirbt ab. So kann auch das Besondere dieses Kindergartens, ein Zusammenspiel verschiedenster Faktoren, nicht einfach transferiert werden. Für den kleinen, besonderen, „etwas anderen“ Kindergarten spricht eine lange, 110-jährige Tradition; sie verbindet diesen Kindergarten mit der Geschichte Rohrbachs.

Der Kindergarten wurde 1907 von Franziskanerinnen gegründet und hat 2 Weltkriege überlebt. Diese Kontinuität ist gewiss den Formen des Umgangs der Kinder und ErzieherInnen miteinander und untereinander zu danken; jahrelange Erfahrung, hohes Engagement, originelle Aktivitäten haben prägend gewirkt. Besondere Umstände: die Lage, Grünflächen und eigener Garten – heute vom Kindergarten genutzt und gepflegt, Verbindungen zum Stadtteil, die Größe der Kindergartengruppe – alle diese Komponenten sind in besonderer Weise aufeinander eingestimmt. Die Machbarkeitsstudie berücksichtigt nichts von alledem. Lange Wartelisten für einen Kindergartenplatz belegen Begehrtheit und Beliebtheit des Kindergartens St. Theresia.

Eltern, die besonderen Wert auf frühkindliche Erziehung ihrer Kinder legen, wissen die genannten Qualitäten zu schätzen. Die Nachhaltigkeit dieser Erziehung und deren Wertschätzung erweist sich am Einsatz ehemaliger Kindergartenkinder, die inzwischen erwachsen sind und mancher dankbarer Eltern, deren Kinder einst den Kindergarten besuchen durften. Sie unterstützen den Erhalt und Ausbau des Kindergartens. Beispielsweise würde eine Erweiterung auf 2 Gruppen bestehende Elemente aufrechterhalten; noch mehr Kindern könnten die Vorteile der Einrichtung zuteilwerden. Massenbetreuung wäre, getreu dem Konzept des Kindergartens, ausgeschlossen.

Weshalb sollte Rohrbach auf seinen traditionsreichen Kindergarten verzichten?

Der Hasenleiser ist bekannterweise ein rasant wachsender Stadtteil und die Einrichtung benötigter Kindergärten verständlich. Eine Verlegung des St. Theresia Kindergartens in den Hasenleiser hätte für Familien mit Kindern in Alt-Rohrbach erhebliche Nachteile (Zeitaufwand, längere Wege, erhöhte Verkehrsrisiken). Es bliebe nur der evangelische Kindergarten am Heiligenberg übrig. Einen weiteren Kindergarten in Alt-Rohrbach gäbe es dann nicht.

Eine Vergrößerung bzw. ein oben erwähnter Ausbau des St. Theresia Kindergartens ist laut einer Variante der genannten Machbarkeitsstudie möglich. Das „gute alte Haus“ mitten im Herzen Rohrbachs, welches den Kindergarten St. Theresia beherbergt, ist nicht nur äußerlich schmuck; seine Lage begünstigt auch eine intensive Teilnahme am Leben des Stadtteils. Durch zahlreiche Aktivitäten, die vom Kindergarten ausgehen, werden Kontakte im Stadtteil geknüpft und aufrechterhalten.

Besuche der Kindergartenkinder in umliegenden Geschäften und Betrieben (z.B. bei der Metzgerei Sommer, dem Restaurant „Roter Ochse“, dem Weingut Winter, der Änderungsschneiderei „Leyla“, der Reinigung Fischer) tragen zu guter Nachbarschaft und zur Lebensvielfalt in Alt-Rohrbach bei. Bei alledem kommt der praktizierte Glaube nicht zu kurz, etwa wenn die Kinder singend mit ihren Kerzen zur benachbarten Kirche St. Johannes ziehen.

Am Sonntag, den 17. September 2017 findet, nach dem Gottesdienst, im Gemeindehaus in der Rathausstraße von 12.30-14.30 Uhr eine
Gemeindeversammlung statt. Hierbei wird auch über den Stand der Dinge berichtet.

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