skip to Main Content

Bericht der WSI – des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der H.-Böckler-Stiftung

(mir) Da hilft kein Wenn und Aber – das WSI der Hans-Böckler-Stiftung (ein sehr angesehenes Forschungsinstitut) hat eindeutig festgestellt: die Einkommen driften auseinander, die „soziale Ungleichheit“ nimmt zu – mit all ihren Folgen.

/ via www.boeckler.de / Auszüge /

 

1. WÄCHST DIE UNGLEICHHEIT DER EINKOMMEN?

Download Daten (xlsx)

Die Einkommensunterschiede sind heute weit größer als noch vor zwanzig Jahren. Das lässt sich am Gini-Koeffizienten ablesen, einem statistischen Maß für Ungleichheit. Vor allem Anfang der 2000er-Jahre nahm die Ungleichheit der im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) erfassten Haushaltseinkommen in Deutschland zu. In den folgenden Jahren ging der Gini-Koeffizient leicht zurück, seit 2010 steigt die Ungleichheit aber wieder an. In den Jahren 2013 und 2014, so die aktuellsten verfügbaren Daten, lag sie sogar etwas über dem Niveau von 2005.

Die verfügbaren Einkommen der unteren 40 Prozent der Verteilung sind – unter Berücksichtigung der Inflation – seit Anfang der 2000er-Jahre gesunken. Dagegen fielen die Einkommenszuwächse der oberen zehn Prozent weit überdurchschnittlich aus. Ein Grund für diese Entwicklung ist die wachsende Bedeutung von Kapitaleinkommen: In den 1990er-Jahren stiegen Kapitaleinkommen und Löhne zunächst parallel an, zwischen 2003 und 2007 schossen Erstere dann in die Höhe. Die Löhne legten über lange Zeit kaum zu.

Im Vergleich zu anderen Ländern fällt auf: Hierzulande ist der Anteil der Niedriglohnempfänger besonders hoch. Im Jahr 2014 waren 22,5 Prozent der Beschäftigten in Deutschland betroffen. Nur in Lettland, Rumänien, Litauen, Polen und Estland war der Anteil der Niedriglohnempfänger noch höher. Der Durchschnitt in der EU liegt laut Eurostat bei 17,2 Prozent. Als Niedriglohnempfänger gelten Beschäftigte, deren Bruttostundenverdienst zwei Drittel oder weniger des mittleren Stundenlohns beträgt.

……

WSI VERTEILUNGSBERICHT 2016: SOZIALE MOBILITÄT NIMMT AB

Die Einkommensverteilung in Deutschland wird undurchlässiger: Arme Menschen bleiben häufiger dauerhaft arm, während sehr reiche sich zunehmend sicher sein können, ihre Einkommensvorteile auf Dauer zu behalten. Parallel dazu hat die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in Deutschland einen neuen Höchstwert erreicht.

WSI Report 31 (pdf)
Daten zum Download (xls)

ERWERBSLOSIGKEIT, 1991–2015

Die Erwerbslosenquote hat in Deutschland im Jahr 2015 mit 4,3 Prozent den niedrigsten Wert seit Beginn der 1990er Jahre erreicht. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

ARBEITNEHMERENTGELTE UND GEWINNEINKOMMEN, 1991–2015

Im Vergleich zum Jahr 1991 sind die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit 94 Prozentpunkten deutlich stärker angestiegen als die Entgelte der Arbeitnehmer, die lediglich um 80 Punkte zugelegt haben. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

REALE BRUTTOLÖHNE UND -GEHÄLTER, 2000–2015

Die realen Bruttolöhne haben sich zu Beginn der 2000er Jahre sehr schwach entwickelt. Erst seit dem Jahr 2010 gibt es wieder reale Lohnsteigerungen. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

BRUTTOLOHNQUOTE, 1991–2015

Die bereinigte Bruttolohnquote beträgt 2015 68,7 Prozent. Dies bedeutet, dass in diesem Jahr 68,7 Prozent des gesamten Volkseinkommens durch abhängige Beschäftigung erwirtschaftet wurde. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

EINKOMMENSUNGLEICHHEIT, 1991–2013

Die Einkommensungleichheit ist seit Beginn der 1990er Jahre deutlich gestiegen und hat 2013 einen historischen Höchststand erreicht. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

EINKOMMENSARMUT, 1991–2013

15,3 Prozent der Bevölkerung hatten 2013 ein Nettohaushaltseinkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Damit lebten deutlich mehr Personen in Armut als noch zu Anfang der 1990er Jahre. mehr …

Download Grafik (png)
Download Daten (xls)
Grafik, Daten, Erläuterungen (pdf)

EINKOMMENSREICHTUM, 1991–2013

Im Jahr 2013 waren mehr als acht Prozent der Bevölkerung einkommensreich, knapp zwei Prozent waren sehr reich. Der Zuwachs war vor allem zwischen Ende der 1990er Jahre und Mitte der 2000er Jahre besonders stark ausgefallen.
mehr …

Weitere Infos: www.boeckler.de…

Literatur

Dorothee Spannagel: Trotz Aufschwung: Einkommensungleichheit geht nicht zurück, WSI-Verteilungsbericht 2015

Markus M. Grabka, Jan Goebel:Realeinkommen sind von 1991 bis 2014 im Durchschnitt gestiegen – erste Anzeichen für wieder zunehmende Einkommensungleichheit (pdf), DIW-Wochenbericht 4/2017

EurostatVerdienststrukturerhebung: Jeder sechste Arbeitnehmer in der Europäischen Union ist Niedriglohnempfänger, Dezember 2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top