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„Das Beste aber ist das Wasser.“ Sprudelnde Quellen und ihr Nutzen: Das Heidelberger Schloss aus geologischem Blickwinkel  –  20. August um 14.30 Uhr

/ via STAATLICHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN BADEN-WÜRTTEMBERG /

Schloss – Unterm Fürstenbrunnen / Schaffrath

Schloss Heidelberg ist vieles: Kulturdenkmal, Biotop – und Geotop. Einen Blick auf diese Facette der ehemaligen kurfürstlichen Residenz ermöglichen die Staatlichen Schlösser und Gärten mit der Sonderführung „Das Beste aber ist das Wasser“ am 20. August.

Ein Geo-Ranger führt die Besucher zu den Brunnen im Schlosshof und den beiden „Fürstenbrunnen“. Einer von ihnen befindet sich im Maltesergraben, dem „Geotop des Jahres“ 2016. Hier sieht man durch ein geologisches Fenster auf Millionen Jahre der Erdgeschichte. Der Rundgang führt weiter zu den Quellen und Brunnen des Schlosses und zeigt, wozu das Wasser diente: vom Waschen bis zur erstaunlichen Wasserorgel im legendären „Hortus Palatinus“.

 

SICHERE WASSERVERSORGUNG
Eine gute Wasserversorgung war essenziell für das Leben im Schloss, der Residenz der mächtigen Kurfürsten von der Pfalz. In Heidelberg fanden die Bauherren trotz der Höhenlage der Burg zahlreiche Quellen vor. Die Sonderführung „Das Beste aber ist das Wasser – Sprudelnde Quellen und ihr Nutzen: das Heidelberger Schloss aus geologischem Blickwinkel“ am 20. August um 14.30 Uhr bietet einen Einblick in die historische Wasserversorgung und Wassernutzung des Schlosses.

An welchen Stellen der Schlossanlage konnte man Wasser finden und wofür wurde es genutzt? Natürlich auch als Lebensmittel – das Schicksal des Hofnarren Perkeo zeigt allerdings, dass man beim Wassertrinken vorsichtig sein muss!

GESCHÜTZTE WASSERLEITUNG
Die Quellen im Hang des Königstuhls waren für Schloss Heidelberg der Hauptbestandteil der Wasserversorgung. Wasserführende Gesteinsschichten aus Rotliegendem und Buntsandstein treffen hier auf wasserundurchlässigen Granit. Diese geologische Situation führt dazu, dass das Wasser aus dem Hang austritt. Doch wie kam das Quellwasser ins Schloss? Verschiedene Quellen unter dem späteren Hortus Palatinus speisten eine Wasserleitung im Obergeschoss der direkt angrenzenden südlichen Grabensperre. Diese „Wasserkasematte“, gebaut Ende des 16. Jahrhunderts, setzte sich unter dem Krautturm in Richtung der Schlossbrunnen fort.

 

TRINKEN, WASCHEN, TRÄNKEN
Wasser wurde nicht nur von den Menschen gebraucht, sondern auch für die vielen Pferde im Schloss. Östlich des Bibliotheksbaus befand sich eine kleine Brunnenanlage aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, die dafür genutzt wurde. Da diese 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört wurde, baute man 1875 neben dem Ruprechtsbau einen neuen Brunnen. Der spätgotische Brunnen aus der Zeit um 1520 vor dem Ludwigsbau ist ein besonderer Blickfang im Schlosshof. Mit seinen drei übereinanderliegenden Ebenen ist er als Springbrunnen angelegt. In der Brunnenhalle des Soldatenbaus befindet sich der dritte Brunnen des Schlosshofes, ein Brunnenschacht von 11 Metern Tiefe. Das Wasser wurde in einem an einer Kette hängenden Eimer nach oben befördert.

ZWEI BRUNNEN FÜR DEN KURFÜRSTEN
Außerhalb des Hofes befinden sich weitere Brunnen auf dem Schlossgelände: der Obere und der Untere Fürstenbrunnen – zwei wichtige Trinkwasserbrunnen, die auch nach dem Weggang des Hofes 1720 in Betrieb waren: Man benötigte nämlich dringend Trinkwasser für die neue Residenz in Mannheim. Täglich ließ der Kurfürst das saubere Quellwasser mit Mauleseln die Strecke über 20 Kilometer anliefern! Beim Rundgang hört man viele Geschichten, von der Geologie bis zur Kulturgeschichte und vom täglichen Getränk bis zur Forellenzucht im Schlossgarten. Perkeo übrigens, der legendäre Hofzwerg, starb der Überlieferung nach, als er einen Schluck Wasser trank: Sein Körper war nur daran gewöhnt, Weinfässer zu leeren!

Für die Sonderführung am 20. August ist eine telefonische Anmeldung erforderlich.

SONDERFÜHRUNG

„Das Beste aber ist das Wasser.“ Sprudelnde Quellen und ihr Nutzen: Das Heidelberger Schloss aus geologischem Blickwinkel
Referent: Heiner Grombein (UNESCO-Geopark Vorortbegleiter) oder Dagi Keller
(Dipl.-Geologin und UNESCO-Geopark Rangerin)

TERMIN
Sonntag, 20. August 2017, 14.30 Uhr
WEITERER TERMIN
Montag, 30. Oktober 2017, 14.30 Uhr
DAUER
Eine Sonderführung dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden, max. 30 Teilnehmer
(wenn nicht anders angegeben)
Eine telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
TREFFPUNKT UND KARTENVERKAUF
Besucherzentrum (Tickets können auch im Vorverkauf vor Ort erworben werden)

HINWEIS
In englischer und italienischer Sprache buchbar.
PREIS
Erwachsene 13,00 €
Ermäßigte 7,00 €

INFORMATIONEN UND ANMELDUNG
Schloss Heidelberg
Schlosshof 1
69117 Heidelberg
Service Center der kurpfälzischen Schlösser Heidelberg, Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen
Telefon +49 (0) 62 21 . 6 58 88-0
Telefax +49 (0) 62 21 . 6 58 88-18
service@schloss-heidelberg.com…
WWW.SCHLOSS-HEIDELBERG.DE…

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