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„Forsch mit!“ – das Motto war Programm: Rund 300 pädagogische Fachkräfte aus Kita und Grundschule konnten einen Nachmittag lang in der Heidelberger halle02 Naturphänomene entdecken.

/via Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH/

Rund 300 pädagogische Fachkräfte aus Kita und Grundschule konnten gestern beim Mitmach-Forum „Forsch mit!“ hautnah erleben, wie viel Spaß es macht, Naturphänomene zu erleben. (© Foto Klaus-Tschira-Stiftung)

Das Mitmach-Forum „Forsch mit! Naturwissenschaften für Kita und Grundschule“ öffnete erstmals seine Türen und informierte über die kostenlosen Angebote der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung. Im Rahmen des Forums wurden auch die Forscherstations-Plaketten 2017 an 136 Kitas und Grundschulen vergeben.
Heidelberg, 22. November 2017 – „Wir freuen uns, zu unserem neuen Forum nicht nur die Forscherstations-Plakettenträger 2017 begrüßen zu können, sondern auch alle pädagogischen Fachkräfte, die unsere Angebote noch nicht kennengelernt haben“, sagte Petra Gürsching – gemeinsam mit Beate Spiegel Geschäftsführerin der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung – zur Eröffnung der Forscherstations-Plakettenverleihung, die zukünftig immer im Rahmen des neuen Mitmach-Forums „Forsch mit! Naturwissenschaften für Kita und Grundschule“ stattfinden wird.

Rund 300 pädagogische Fachkräfte aus Kita und Grundschule konnten an insgesamt zehn Ständen die Fortbildungen, Workshops, Beratungsangebote und wissenschaftlichen Projekte des Kompetenzzentrums für frühe naturwissenschaftliche Bildung kennenlernen, das 2007 von der Klaus Tschira Stiftung ins Leben gerufen wurde. In Kurzvorträgen stellten die Kooperationspartner die Feuerwehr Heidelberg und das Haus der Astronomie ihre Projekte mit der Forscherstation vor.

Mit der Forscherstations-Plakette 2017 wurden gestern Nachmittag 136 Kitas und Grundschulen für ihr herausragendes naturwissenschaftliches Engagement ausgezeichnet. (© Foto Klaus-Tschira-Stiftung)

Das Team der Forscherstation präsentierte nicht nur seine Arbeit, sondern verstand das Motto des Forums „Forsch mit!“ wortwörtlich. Von der „Entdeckerreise zum Geschichtenschatz“ bis hin zum „Bilderbuch Sternenhimmel“ – an jeder Station zeigten die Fortbildner Lernumgebungen aus ihren Veranstaltungen und Experimente zum Mitnehmen, die jeder ohne viel Aufwand daheim, mit der eigenen Kita-Gruppe oder Klasse umsetzen kann. Unter anderem galt es, einen Luft-Parcours mit Wattebausch und Bauklötzen zu meistern und jeder, der wollte, konnte sich seine eigene, kleine Biosphäre im Bonbonglas erschaffen. Die Besucherinnen und Besucher konnten nach Herzenslust ausprobieren und entdecken, wie Naturphänomene für Kinder im Alltag anschaulich gemacht werden können. „Wir möchten den Fachkräften zeigen, dass naturwissenschaftliche Themen mit nur geringem Aufwand jederzeit in den Schul- oder Kitaalltag integriert werden können“, sagte Ingrid Dreier, die die Fortbildung „Mit Kindern die Welt entdecken“ in der Forscherstation anbietet. Sie hatte sich für ihre Station etwas ganz Besonderes ausgedacht: Jede Besucherin und jeder Besucher erhielt von ihr eine „Wundertüte“ gefüllt mit einem Filmdöschen, Brausepulver und Gummibärchen. „Damit lassen sich mindestens drei Naturphänomene für Kinder wunderbar anschaulich darstellen. Einfach mitnehmen und zu Hause ausprobieren“, erläuterte Dreier.

„Wir haben alle Fortbildungen der Forscherstation besucht und sind immer wieder begeistert von den praxisnahen Anregungen, die wir direkt in unserer Krippe umsetzen können“, lobt Heike Lauer, Erzieherin in der Städtischen Kita Vangerowstraße in Heidelberg. Besonders die Fortbildung „Knistern, glühen, kokeln“ hat es ihr angetan. Hier werden den Kita-Fachkräften neben Ideen für den sicheren Umgang mit Feuer auch Grundlagen des Brandschutzes vermittelt. Die Fortbildung wurde in Kooperation mit der Feuerwehr Heidelberg entwickelt.

Im Rahmen des neuen Mitmach-Forums wurden auch die Forscherstations-Plaketten 2017 vergeben. In diesem Jahr erhielten 136 Kitas und Grundschulen die Auszeichnung für ihr herausragendes naturwissenschaftliches Engagement. Rund einem Viertel der Einrichtungen wurde die Forscherstations-Plakette zum ersten Mal verliehen. Der weitaus größere Teil hat die Auszeichnung bereits zum wiederholten Male erhalten. Die Einrichtungen zeigen damit, dass sie frühe naturwissenschaftliche Bildung dauerhaft im Alltag ihrer Kita und Grundschule verankert haben. Seit 2007 hat die Forscherstation insgesamt 800 Plaketten an 300 Kitas und Grundschulen der Region verliehen. Mindestens zwei pädagogische Fachkräfte aus der Einrichtung müssen dazu eine Fortbildung der Forscherstation besucht haben. Die Plaketten werden für ein Jahr verliehen.

Stellvertretend für alle Plakettenträger 2017 überreichte Petra Gürsching die Auszeichnung an sechs Einrichtungen, die von Beginn an dabei sind. „Diese sechs Einrichtungen stellen damit eindrucksvoll unter Beweis, dass sie frühe naturwissenschaftliche Bildung dauerhaft im Alltag ihrer Kita oder Grundschule verankert haben.“, sagte die Geschäftsführerin. Es handelt sich dabei um die École Francaise PIERRE ET MARIE CURIE in Heidelberg, den evangelischen Kindergarten Waldangelloch in Sinsheim, die katholischen Kindergärten St. Andreas und St. Nikolaus in Edingen-Neckarhausen und Rettigheim, die Kita „Himmelsauge“ in Rothenberg sowie den Heidelberger TfK Kindergarten gGmbH. Die übrigen Einrichtungen bekamen die Plaketten beim anschließenden Empfang überreicht.

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