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Herbstabend  –  von Josefa Metz (1871-1943)

(ein gar scheußlich Herbstgedicht)

Sieh, wie der Tag sich heimlich fortgeschlichen,
Wie alles Leben in den Schatten sank.
Vergossen nun der Stunden goldner Trank,

Erloschen alle Farbe und verblichen.
Ein Duften nur blieb in den Lüften schweben
Zart wie der Traum, der unsre Nacht beglückt,
Ein Kuss von Blumen, der dem Wind gegeben. 

Sieh, wie der Wald voll milden Ernstes blickt,
Ein treuer Vater, der das müde Leben
Der letzten Blüten fest ans Herz gedrückt.

(Josefa Metz 1871-1943, deutsche Schriftstellerin; 1. Strophe)

Josefa Metz, auch Josepha Metz, (geboren 19. Oktober 1871 in Minden; gestorben 13. Februar 1943 im Ghetto Theresienstadt) war eine deutsche Schriftstellerin mit jüdischen Wurzeln. Sie wurde 1941 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie 1943 an den entwürdigenden Bedingungen starb.

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