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Presseinformation der Stadt Heidelberg

EBM Odszuck: „Stadtplanerisch und wirtschaftlich die beste Lösung“ / Gremien diskutieren ab 17. Januar

Der künftige Standort des Betriebshofs ist ab dem 17. Januar 2018 Thema in den gemeinderätlichen Gremien. Entsprechend des Gemeinderatsbeschlusses von Februar 2017 hat die Stadtverwaltung mit Unterstützung eines externen Planungsbüros ein Entwicklungskonzept Bergheim-West erarbeitet. Dessen erste Ergebnisse liegen nun vor: Neben den übergeordneten Handlungsfeldern, Potenzialen und Zielen zur Entwicklung des Stadtviertels zeigt das Konzept auf, welchen Einfluss die beiden Standortalternativen – Bergheimer Straße oder Großer Ochsenkopf – für die Gesamtentwicklung von Bergheim-West haben. Fazit ist, dass eine Verlagerung des Betriebshofs im Vergleich größere Entwicklungsperspektiven für das ganze Stadtviertel bietet. Die zwischenzeitlich vertieften Planungen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) zeigen außerdem, dass eine Verlagerung auf den Großen Ochsenkopf günstiger ist als der Bau eines neuen Betriebshofs am alten Standort – im Kapitalwertvergleich auf 45 Jahre gerechnet rund 6,8 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, den Betriebshof auf den Großen Ochsenkopf zu verlagern.

Luxor-Kino, Gneisenaubrücke (geplant) und neuer Betriebshof auf der Grünfläche Ochsenkopf – Visualisierung: nh

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Die Vorteile einer Verlagerung des Betriebshofs liegen klar auf der Hand. Wir bekommen damit die Möglichkeit, in zentraler Lage ein vielfältiges und lebendiges Quartier zu entwickeln, mit Wohnen, Kultur, Grünflächen und Begegnungsräumen für alle Bürgerinnen und Bürger – und zwar dort, wo die Menschen wohnen. Gleichzeitig kann die rnv den dringend benötigten Neubau des Betriebshofs umsetzen. Die Verlagerung auf den Großen Ochsenkopf ist stadtplanerisch und wirtschaftlich die beste Lösung.“

Am 17. Januar werden sich zunächst die Bezirksbeiräte Bergheim und Wieblingen in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Entwicklungskonzept Bergheim-West sowie dem Standort des Betriebshofs befassen. Am 31. Januar folgt der Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss und am 7. Februar der Haupt- und Finanzausschuss. Am 1. März soll der Gemeinderat über den Standort des Betriebshofs entscheiden. Nach Beschluss durch den Gemeinderat könnte im Jahr 2018 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, der erste Bauabschnitt könnte dann ab 2019 realisiert werden.

Entwicklungskonzept Bergheim-West
Unabhängig von der Betriebshoffrage sollen die Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes fortgeführt und konkrete Maßnahmenvorschläge für Bergheim-West entwickelt werden. Vorgesehen ist dafür zweierlei: ein Integriertes Handlungskonzept (IHK) für Bergheim-West und die Ausweisung eines Sanierungsgebietes, um Mittel aus der Städtebauförderung erhalten zu können. Das IHK soll nach der Einrichtung eines Quartiermanagements Bergheim-West ab etwa Mitte 2019 gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erarbeitet werden. Parallel dazu sollen die vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet durchgeführt werden. Beide Entwicklungsstränge sollen in ein konkretes Maßnahmenprogramm für die Entwicklung von Bergheim-West in den kommenden zehn Jahren münden. Dabei ist grundsätzlich auch auf die Wechselwirkungen mit gesamtstädtischen Planungen zu achten.

Ergänzend: www.heidelberg.de… > Entwickeln > Bergheim-West

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Höchste Vorsicht ist geboten, wenn die Stadtveraltung [schon Goethe sammelte Schreibfehler] etwas empfiehlt! Welcher Beschädigung, Verschandelung und Zerstörung in der Stadt wäre nicht eine Empfehlung der Stadtverwaltung vorausgegangen? Wie sieht heute dasTheater aus? Eine Schande! Was ist aus dem Alten Hallenbad geworden? Eine Schande! Was wird aus der denkmalgeschützten (also in Heidelberg gerade nicht geschützten) Stadthalle werden? Eine Schande! Und die Wiese am Ochsenkopf? Sie ist viel zu schön, viel zu duftig und zu farbig, zu weich und zu wohlig, als daß sie in einer Stadt der Anästheten nicht zur Vernichtung reizen würde!

    Wenn die Verhältnisse in Heidelberg demokratische wären, würden die Damen und Herren Gemeinderäte sich weigern, Entscheidungen für oder gegen Projekte zu treffen, deren Kosten einen bestimmten Betrag übersteigen. Sie würden sich an das von ihnen verlachte und verachtete, immer nur vor einer Wahl ein ganz klein wenig beachtete, aber nie ernst genommene oder gar gefürchtete Volk befragen.

    Leider nicht Jefferson zuschreibbar, aber auch ohne ihn ein Merkwort, das sich als Maßstab anbietet: “When the people fear the government, that’s tyranny; when the government fears the people, that’s freedom.”

    https://www.monticello.org/site/jefferson/when-government-fears-people-there-liberty-spurious-quotation

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