Yasuní-Regenwald wird vor Ausweitung der Ölförderung geschützt

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/ via BUND /

Der BUND Heidelberg begrüßt die Entscheidung der ecuadorianischen Bevölkerung, die geplante Ölförderung im Yasuní-Nationalpark in Ecuador drastisch zu begrenzen. Diese hatte sich in einem Referendum am 4. Februar für eine Ausweitung der Schutzzonen in dem größten Nationalpark Ecuadors ausgesprochen. Damit wird der Regenwald im Amazonas-Becken wirkungsvoll vor einer Erschließung und weiteren Zerstörung geschützt.

Der BUND Heidelberg hatte sich dafür eingesetzt, dass sich die Bundesregierung an der ITT-Initiative zum Schutz des Nationalparks beteiligt. Die Initiative hatte vorgesehen, als Gegenleistung für den Verzicht Ecuadors auf eine Ölförderung in dem Gebiet dem Land die Hälfte der dadurch entgangenen Einnahmen zu ersetzen. 2013 verkündete Ecuadors Regierung allerdings den Ausstieg aus dieser Initiative, da die damalige Bundesregierung nicht genug Gelder in den Fonds für die Ausgleichszahlungen eingezahlt hat.

Späte Wende zugunsten der Natur und des Klimas

Lange hatte es nach dem Ende der ITT-Initiative so ausgesehen, als ob damit auch die Zerstörung des Nationalparks besiegelt worden wäre. Dabei gehört das 982.000 Hektar große Gebiet im ecuadorianischen Amazonas-Regenwald zu den artenreichsten Gebieten unseres Planeten und seine Zerstörung  wäre ein großer Verlust gewesen. Obwohl es auch in Ecuador selbst zahlreiche Unterstützer der ITT-Initiative gab, die sich trotz des Scheiterns der Initiative weiterhin für den Schutz des Parks einsetzten, erhielt 2013 eine erste Volksabstimmung, die ein komplettes Verbot der Erdölförderung im Park gefordert hatte, nicht die erforderliche Mehrheit.

Bei der neuerlichen Abstimmung vom 4. Februar 2018 stimmten knapp 68 Prozent der Ecuadorianer dafür, dass die Schutzzone im Park um mindestens 500 Quadratkilometer erweitert wird. Zudem soll die Fläche, auf der die Ölförderung gegenwärtig erlaubt ist, von zehn auf drei Quadratkilometer reduziert werden. Dazu sagt das BUND-Mitglied Martin Bösel, der die lokale Kampagne des Verbandes mit initiiert hatte: „Während in Deutschland über den Kohleausstieg diskutiert wird, zeigt uns Ecuador, wie Klimaschutz und der Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft geht. Daran sollte sich das reiche Deutschland ein Beispiel nehmen anstatt sich auf Symbolpolitik zu beschränken“.

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