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Albert Camus: Vom Analphabeten-Kind Zum Literaturnobelpreisträger – AlphaDekade Begleitet Joachim Król Auf Theatertournee

Albert Camus: Vom Analphabeten-Kind zum Literaturnobelpreisträger – AlphaDekade begleitet Joachim Król auf Theatertournee

Wann:
17. Januar 2018 um 19:30
2018-01-17T19:30:00+01:00
2018-01-17T19:45:00+01:00
Wo:
Nationaltheater Mannheim
Goethepl.
68161 Mannheim
Deutschland
Preis:
Karten von 24,-- bis 32,--€

Im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung begleitet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit regionalen Dekade-Partnern die bundesweite Theatertournee „Der erste Mensch“. Die Inszenierung, gelesen von Schauspieler Joachim Król, beruht auf der Autobiografie des Schriftstellers Albert Camus, der Anfang des 20. Jahrhunderts als Sohn einer Analphabetin aufwuchs.

/via Nationaltheater Mannheim/

Joachim Król liest am 17. Januar 2018 um 19.30 Uhr im Nationaltheater Mannheim aus der unglaublichen Lebensgeschichte des französischen Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. Die Inszenierung von „Der erste Mensch“ stellt die besondere Beziehung Camus’ zu seinem Lehrer Louis Germain in den Mittelpunkt, der das Talent des Jungen früh erkannte und gegen jegliche Widerstände förderte. So wurde aus Camus kein Gelegenheitsarbeiter, wie aus vielen Jungen seiner Generation, sondern einer der bedeutendsten Schriftsteller der Welt.

„Die Geschichte des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus zeigt, was möglich ist, wenn wir uns für die Bildung unserer Mitmenschen einsetzen“, erklärt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Wir wollen eine breite Öffentlichkeit in die Lage versetzen, Anzeichen für Analphabetismus zu erkennen, Betroffene sensibel anzusprechen und auf Lernangebote hinzuweisen.“

Begleitend zu der Theatertournee informiert das BMBF gemeinsam mit regionalen Dekade-Partnern Besucherinnen und Besucher im Theaterfoyer über funktionalen Analphabetismus und stellt regionale Lernangebote vor. So bietet die Mannheimer Abendakademie im Bereich Grundbildung seit vielen Jahren ein gut strukturiertes Kursprogramm für die ca. 30 000 deutschsprachigen Betroffenen alleine in Mannheim und Umgebung an. Sowohl am Vormittag als auch am Abend kann auf allen α-Leveln in kleinen Gruppen Lesen und Schreiben geübt werden. Der passende Kurs wird in einem Beratungsgespräch ausgewählt, der Einstieg in einen Kurs ist jederzeit möglich.

Zudem macht das ALFA-Mobil Station in Mannheim und sensibilisiert Passantinnen und Passanten für das Thema Alphabetisierung. Das ALFA-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. ist bundesweit unterwegs, um über die vielfältigen Angebote für Betroffene zu informieren.

Ziel ist es, Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten und ihr Umfeld anzusprechen und zu motivieren, die bestehenden Angebote zu nutzen. Auch werden Dozentinnen und Dozenten sowie in Job-Centern tätige Arbeitskräfte für das Thema sensibilisiert und über Wege aus der Schriftlosigkeit informiert.

Rund 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland gelten als funktionale Analphabeten. Sie können zwar einfache Sätze lesen und schreiben. Zusammenhängende Texte wie Arbeitsanweisungen, Behördenpost oder Handyverträge erfassen sie jedoch nicht. Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von prekären sozialen Verhältnissen über fehlende Lese- und Schreibvorbilder, zu wenig individueller Förderung in der Schule und gesundheitlichen Faktoren bis zu hin stetig ansteigenden Anforderungen an Lese- und Schreibfähigkeiten z. B. in der digitalen Arbeitswelt.

Auch Joachim Król, der als Sohn eines polnischen Bergmanns im Ruhrgebiet aufwuchs, musste sich den Weg an die renommierte Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München erkämpfen. „Das ist mein Text“, stellte Król beim ersten Einlesen von Camus Autobiografie fest.

Weitere Informationen zur AlphaDekade finden Sie unter www.alphadekade.de…

Weitere Informationen zur Alphabetisierungskampagne: www.mein-schlüssel-zur-welt.de.

Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung
Die Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (AlphaDekade) ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und gesellschaftspolitischen Partnern. Ziel ist es, im Zeitraum von 2016 bis 2026 den funktionalen Analphabetismus bei Erwachsenen spürbar zu verringern und das Grundbildungsniveau zu erhöhen. Da die Erreichbarkeit von Erwachsenen mit niedrigen Schriftsprachkompetenzen die größte Herausforderung darstellt, fördert das BMBF Forschungsvorhaben sowie Projekte, die den Zugang über den Arbeitsplatz und das lebensweltliche Umfeld herstellen. Zur Koordination der AlphaDekade hat das BMBF eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

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